Komplett neue R1 "Yamaha makes full gas"

Foto: Schümann
Yamaha-Deutschland-Präsident Morinu Morimoto fand auf der Pressekonferenz des Herstellers in Köln ungewöhnlich deutliche Worte: Der Motorradabsatz in Deutschland habe sich in den letzten zehn Jahren praktisch halbiert. Um dem Negativtrend gegenzusteuern, präsentieren die Japaner ein simples Konzept: gute Produkte für alle, vom jungen Einsteiger über den Alltagsfahrer bis hin zum Rennstreckenfan. So stellte Yamaha in Köln eine ganze Reihe an Neuheiten vor: den neuen Neo’s 50-Roller, die 15 PS starke, einzylindrige WR 125 als Enduro wie als Supermoto, die Neuauflage des Mittelklasse-Allrounders XJ6 Diversion mit ABS, den Cruiser XVS 950 A Midnight Star, die neue Vmax sowie die ebenfalls komplett neu gestaltete Supersportler-Ikone YZF-R1. Deutschland-Chef Morimoto optimistisch: "Yamaha makes full gas!" Die R1 hat laut Yamaha mit dem Modelljahrgang 2009 den größten Entwicklungsschritt in ihrer elfjährigen Geschichte erlebt: Der Supersportler tritt mit einem komplett neuen Motor in einem neuen Rahmen und Fahrwerk an. Wichtigste Veränderung: Der 182 PS starke Reihenvierzylinder arbeitet jetzt mit veränderter, ungleichmäßiger Zündfolge, was eine bessere Entfaltung des Drehmoments sowie leichtere Beherrschbarkeit durch den Fahrer bewirken soll. Die Technik stamme aus dem MotoGP-Renner des neuen Yamaha-Weltmeisters Valentino Rossi. Das Gewicht seines neuen Topmodells gab Yamaha noch nicht an, es dürfte etwa auf dem Niveau des Vorgängermodells liegen.
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Foto: Schümann
Für Cruiser-Freunde hat Yamaha die XVS 950 A Midnight Star neu ins Programm genommen. Der 942 Kubik große, luftgekühlte V2-Motor des langgestreckten, niedrigen Gleiters ist laut Yamaha eine völlige Neuentwicklung und weniger auf Höchstleistung, sondern mehr auf kraftvolles Drehmoment ausgelegt. Den Hinterradantrieb übernimmt ein wartungsarmer Riemen.

Mit der neuen XJ6 Diversion schließt Yamaha nun endlich eine Lücke im Modellprogramm und bringt einen Gegenspieler zur in Deutschland so erfolgreichen Honda CBF 600. Als Motor hat die neue Diversion den aus der FZ6 Fazer bekannten, allerdings weiterentwickelten Vierzylinder. Er soll im neuen Allrounder 78 PS leisten. Der neu entwickelte Doppelschleifenrahmen soll eine niedrige Sitzhöhe bieten, was die Diversion besonders für Einsteiger attraktiv machen soll. In Deutschland soll die neue 600er serienmäßig mit ABS angeboten werden.
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Das gesetzliche Leistungslimit von 15 PS voll ausschöpfen können die beiden 125er: WR 125 R und X. Der Enduro und der Supermoto dient als Motor der Einzylinder der viel gelobten YZF R125.

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