Konkurrenz belebt das Geschäft Yamaha YZF-R6-Supersport-Rennmaschine

Nicht nur Yamaha, sondern vor allem Honda und Kawasaki rüstet für die Supersport-WM in nie da gewesener Weise auf. Die 600er-Klasse rückt in den Blickpunkt der großen Hersteller.

Yamaha war nach überaus erfolgreichen Supersport-Jahren 2000 (Weltmeister Jörg Teuchert) und 2001 (Markenweltmeister) in der letzten Saison mit der R6 gegenüber den neuen Rennern von Honda und Suzuki mit ihren Einspritzer-Triebwerken etwas zurückgefallen. So war die neue Einspritz-R6 nur eine logische Entwicklung.Aber auch in der Supersport-WM schläft die Konkurrenz nicht. Die neue Kawasaki ZX-6RR und insbesondere die Honda CBR 600 RR bleiben in Sachen radikale Rennsport-Basis in keiner Weise hinter der R6, Jahrgang 2003, zurück, die neben Yamaha Deutschland auch von den Belgarda-Fahrern Jamie Whitham und Jürgen van der Goorbergh eingesetzt wird.Vor allem die Honda zeigt allerbeste Anlagen. Der deutsche Supersport-Meister Michael Schulten sieht sich nach seinem ersten Kontakt im portugiesischen Estoril mit der Renn-CBR seines neuen Alpha-Technik-Teams in seinem Wechsel von Yamaha zu Honda bestätigt. »Nach der sehr erfolgreichen und auch sonst ganz hervorragenden Zusammenarbeit in den letzten Jahren mit Yamaha-Händler Theo Laaks kam meine Entscheidung für die Honda CBR 600 RR ja ziemlich spontan, als ich sie zum ersten Mal auf der Intermot in München gesehen habe«, so der Champion, »aber jetzt zeigt sich, dass dies wohl richtig gewesen sein könnte. Die CBR in der Rennversion ist derart kompromisslos, wie ich es bisher aus der Supersport-Klasse nicht kannte - schon in der reinen Kit-Version, an die unser Cheftechniker Thomas Franz noch nicht Hand angelegt hat.«Bedauerlich ist nur, dass Schulten, der als einer der ersten die Supersport-CBR RR erleben durfte, wohl höchstens in Oschersleben im Juni als Wild-Card-Fahrer an einem WM-Rennen teilnehmen wird. Den Honda-Flügel in der gesamten WM-Saison hochhalten werden dagegen: Ten Kate-Honda mit Chris Vermeulen (AUS) und Karl Muggeridge (AUS), Van-Zon-TKR-Honda mit Iain MacPherson (GB) und Werner Daemen (B), BKM-Honda mit Broc Parkes (AUS) und Christophe Cogan (F) sowie das österreichische Klaffenböck-Team mit Kevin Curtain (AUS) und Robert Ulm (A), das originellerweise mit Yamaha Deutschland das Verpflegungszelt teilt.Die Nummer eins des Weltmeisters nahm Fabien Forêt (F) mit zu Kawasaki, wo er auf seinen alten Ten-Kate-Kollegen Pere Riba (E) trifft. Und das unveränderte Suzuki-Duo Katsuaki Fujiwara (J) und Stéphane Chambon (F) sieht sich, wie die Yamaha-Helden im Vorjahr, ohne brandneues Material trotz des Marken-WM-Titels 2002 plötzlich in der Defensive.

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