Konzept: Deus Ex Machina Der Motorradanzug

Foto: Jake Loniak
Neben den Designstudenten der Hochschule Pforzheim, über die wir in MOTORRAD 19/2008 berichten, beschäftigen sich auch andere Designschulen mit der Gestaltung des Motorrades der Jugend von Morgen. Dass es sich bei diesen Fahrzeugen nicht immer um Motorräder in unserem heutigen Sinn dreht, wird klar wenn man sich die Studien in der Fotoshow ansieht. Völlig aus der Reihe tanzt nun das Konzept "Deus Ex Machina" des Studenten Jake Loniak vom Art Center Pasadena in Kalifornien. Statt sich auf oder in das von ihm erdachte Fahrzeug zu setzen, schnallt man sich seine Konstruktion wie einen Anzug um.
Anzeige
Foto: Jake Loniak
Der junge Designer ließ sich bei seinem Projekt von der Biomechatronik inspirieren, so das der Deus wie ein externes Skelett vom Menschen mit Rädern wirkt. Unter den Füßen des Fahrers befindet sich ein Hauptrad, darüber eine Art Rückgrat, an welchem wiederum die Ausleger (Arme) mit pneumatischen Muskeln angebraucht werden, mit deren Hilfe das Gleichgewicht gehalten und gelenkt wird. Ein besonderer Trick des Deus ist, dass er beim Halten aufrecht steht, sich mit zunehmender Geschwindigkeit aber immer weiter dem Boden nähert, und so für geringeren Luftwiderstand und bessere Kurvenlage sorgt. Angetrieben werden soll die Maschine durch elektrische Radnabenmotoren. Die Steuerung übernimmt der Fahrer durch die Bewegung seiner Arme und seines Körpers.

Die Verbindung von Mensch und Maschine wurde schon in etlichen Zukunftsvisionen behandelt, aber während diese Mensch-Maschinen meist von Bösewichten benutzt wurde, könnte die Deus Ex vielleicht bald eine neue Form des Fahrens für jedermann bieten.

Themenseiten

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote

Alle Artikel