KTM 950 Adventure (V) (Archivversion)

Während es für die Super-Moto-Modelle SM 450/530 für 2002 beim bekannten, aus fünf Teilen verschraubten Rahmen bleibt, erhalten alle Offroad-Versionen ganz neuartige Perimeter-Rahmen aus verschweißten, ovalen Stahlrohren (siehe Fahrbericht in MOTORRAD 21/2001). Enduristen können zwischen den Modelle EN 400, EN 450 und EN 530 wählen, für Crosser gibt es allein die MX 530. Zukunftsmusik ist vorerst eine radikale EN 250 mit einem Ultrakurzhub-Motor: 82 Millimeter Bohrung stehen nur 47,3 Millimeter Hub gegenüber. Die große Bohrung schafft Platz für riesige Ventile: 32 Millimeter am Einlass, 26 am Auslass. Der Zylinderkopf ist gedreht, Luft wird über das Frontrohr des Rahmen am Steuerkopf angesaugt. Der Luftfilter sitzt beim Prototyp in einer geschweißten Box vor dem Motor zwischen den Unterzügen. Trotz der angestrebten hohen Maximaldrehzahl begnügt sich der 250er mit einer Nockenwelle, steil stehende Ventile (26 Grad) sorgen für kurze und leichte Kipphebel. Der Antrieb erfolgt im Stil des Hauses über Zahnräder. Wegen des kompakten Zylinderkopfs konnte der Zylinder relativ lang ausfallen, das ermöglicht ein längeres Pleuel mit weniger Reibungsverluste und niedrigeren Kolbenbeschleunigungen. Ob der Single so in Serie geht? Abwarten. Mangels Einsatzmöglichkeiten in Europa sicher nicht für die Serie ist die zierliche Dirt-Track-Studie gedacht.

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