KTM RC8 (Archivversion)

Im Grunde basiert der RC8-Motor auf jenem der LC8. Um jedoch die Leistung von 155 PS zu erreichen, mussten er in weiten Bereichen neu konstruiert werden. Die Zutaten muten konventionell an: je zwei per Kette angetriebene Nockenwellen, eine Einspritzdüse und zwei Drosselklappen pro Zylinder, plus zentrale Zündkerze. Insgesamt ist der österreichische Twin sehr kompakt. Der Anlasser sitzt im Zylinder-V, das Motorgehäuse geriet sehr kurz. Wie bei Ducati ist die Schwinge im Motor­gehäuse und im Rahmen gelagert. Der Öltank der Semi-Trockensumpfschmierung sitzt als Anguss vor dem Motor. Wo japanische Vier­­zylinder zur Minimierung von Pumpverlusten im Kurbelgehäuse auf Ausgleichsbohrungen zwischen den Zylindern setzen, greift KTM auf eine in der Formel 1 bewährte Technik zurück und saugt den Überdruck aus dem vom Getriebe abgeschotteten Kurbelhaus ab. Insgesamt besitzt der KTM-Motor drei Ölpumpen. Während eine das Öl zu Motor und Getriebe fördert, pumpt je eine Pumpe das Öl von dort in den Tank zurück.

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