Kunststoffschweißen Kunst-Griff

Etwas zu flott ums Eck gebogen oder im Stand das Motorrad umgeworfen, schon ist ein Riss in der schönen Verkleidung oder ein Haltenippel abgebrochen. Doch mit etwas Geschick und einem Heißluftgerät lassen sich die meisten Kunststoffe schweißen.

Foto: Bilski
Kunststoff-Reparatur mit dem Schweißgerät
Kunststoff-Reparatur mit dem Schweißgerät
Kunststoffe werden werkstofftechnisch in zwei Gruppen unterteilt. Während sich die so genannten Duroplaste, zu denen GFK, Kevlar und Karbon gehören, durch Schweißen nicht reparieren lassen, eignen sich die Thermoplaste (ABS, PC, PVC
et cetera) perfekt dafür. Die benötigten Heißluftgeräte zum
Kunststoffschweißen sind zwar schon viele Jahre auf dem Markt, und fast jeder Baumarkt hat sie im Sortiment, aber ein komplettes Set, wie es seit wenigen Monaten die Firma Herz, Telefon 08230/85085, anbietet, ist neu. Herzstück des Sets – um beim Firmennamen zu bleiben – ist eine Heißluftpistole. Temperatur
und Luftmenge sind für die gebräuchlichsten Kunststoffe bereits in festen Programmen gespeichert, lassen sich jedoch bei
Bedarf auch frei anwählen. Zum Set gehören außerdem mehrere Düsenaufsätze, ein Schweißdrahtbündel aus verschiedenen Kunststoffen sowie ein Zweikantschaber und ein Stirnfräser zur Schweißnaht-Vorbereitung. Des Weiteren eine ausführliche Bedienungsanleitung, die sehr anschaulich sämtliche Arbeitsschritte erklärt, sowie – ganz wichtig – eine Übersichtstabelle zur einfachen Bestimmung verschiedener Kunststoffe. Set-Preis: 288 Euro.
Eine Investition, die sich für potenzielle Sturzkandidaten, Motorradclubs oder Hobbybastler schon nach wenigen Reparaturen amortisiert. MOTORRAD hat einen der Mitentwickler des Sets, Robert Einberger, in Augsburg besucht und sich die einzelnen
Arbeitsschritte beim Kunststoffschweißen zeigen lassen.

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