Kurztest Honda FMX 650 (Archivversion) Der Wecker

Für Honda Europe North ist sie eigenen Angaben zufolge das wichtigste Motorrad des Jahres. In der 34-PS-Version soll die FMX 650 die so genannten Schläfer wieder fürs Bike begeistern. Und davon gibt es genug. 7,8 Millionen Deutsche besitzen den Motorradführerschein, lediglich 3,7 Millionen davon ein Motorrad. Es dürfte der hippen Funduro nicht schwer fallen, von den 4,1 Millionen Schläfern einige wach zu rütteln.
Denn äußerlich ist sie sehr gefällig, setzt auf Supermoto-
Design und gute Verarbeitung. Auch technische Features wie Aluminiumlenker, Auspuffanlage komplett aus Edelstahl oder Upside-down-Gabel fehlen nicht. Mit dem Preis von 5790 Euro liegt die FMX exakt 300 Euro über dem der Suzuki DR-Z 400 SM. Beide Modelle nutzen den zunehmenden Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad des Supermoto. Zum ambitionierten Driften mit Sieg-
chancen reicht es bei der FMX jedoch nicht wirklich. Von den
versprochenen 38 PS bei 5750/min versammelten sich auf dem Prüfstand zwar 37 bei 5700/min, allerdings setzen die im Hubraum vergleichbaren Yamaha XT 660 X zwölf, die KTM 640 LC4 Supermoto sogar 16 PS mehr auf Sieg. Wie kommt’s?
Der Motor der FMX ist altbekannt. Er wurde 1988 in der Dominator vorgestellt und seitdem durch die Einhaltung der Geräusch- und Schadstoffgrenzwerte permanent zugeschnürt. Spaß und Leistung müssen indes nicht immer in unmittelbarem Zusammenhang stehen. Das beweist die FMX. Schon ab 2500 Touren liegen rund 40 Nm Drehmoment an, zwischen 3800 und 5000/min stemmt der 650er gut 50 Nm. Das reicht locker, um in Alltagssituationen immer und überall mit dabei zu sein. Der luftgekühlte Einzylinder hängt spontan am Gas und beschleunigt das 176 Kilogramm schwere Bike in 16,1 Sekunden auf 140 km/h. Um die gemessenen 152 km/h Topspeed zu erreichen, ist jedoch Geduld gefragt. Hierfür vergehen unendliche 22,5 Sekunden. Das nutzbare Drehzahlband reicht von 2500 bis 7000/min, bei 7900/min greift der Begrenzer.
Mit einem Verbrauch von 5,3 Liter Normalbenzin auf 100 Kilometer liegt die FMX deutlich über den sparsamen Einspritzern beispielsweise von BMW oder Yamaha. Wie sich die FMX 650 im direkten Action-Vergleich mit Supermoto-Bikes schlägt und ob sie müde Männer tatsächlich munter macht,
lesen Sie demnächst in MOTORRAD. rh

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