Kurztest Triumph Sprint ST ABS, Modell 2007 (Archivversion) Kofferträger

Die neue Generation der Triumph Sprint ST will mehr als nur ein Sporttourer sein. Mit serienmäßigem Kofferset und weiteren
Modifikationen, die das Touren angenehmer machen, möchte sie sich als idealer Reisebegleiter profilieren.

Freunde der Triumph Sprint ST werden entzückt sein. Auf jeden Fall alle, die bis heute keine gekauft haben, aber schon länger mit ihr liebäugeln. Weniger diejenigen, die bereits eine besitzen. Denn das 2007er-Modell des Sporttourers kostet mit 12400 Euro inklusive Nebenkosten genauso viel wie die Vorgängerin, und der Käufer erhält noch einen Satz Koffer in Fahrzeugfarbe lackiert quasi gratis dazu. Musste dieser bislang für gut 700 Euro extra geordert werden, zählen sie beim neuen Modell zur Serienausstattung. Die letzten Exemplare des alten Modells werden nun für 11240 Euro inklusive Nebenkosten abverkauft.
Mit den Koffern baut die ST trotz nur 28 Liter Stauvolumen allerdings recht breit. Zur Erinnerung: Seit Anfang 2006 werden die früher sehr labilen Koffer zur Versteifung doppelwandig gebaut, wodurch das Volumen schrumpfte. Neben dem Gepäcksystem hat Triumph bei der neuen Maschine weitere Änderungen vorgenommen, die das Reisen angenehmer gestalten sollen. Die bisher montierte flache, kurze Ver-
kleidungsscheibe wird serienmäßig durch die steiler stehende und stärker konturier-te Scheibe ersetzt, die es seither nur im
Triumph-Zubehör gab. Diese reduziert sowohl den Winddruck im Helmbereich als auch den Geräuschpegel erheblich, weshalb lange Autobahnfahrten bei hohem Tempo weniger anstrengen.
Dass man auf der neuen Sprint ST außerdem komfortabler sitzt, dazu tragen die um fast drei Zentimeter nach oben und leicht nach hinten versetzten Lenkerhälften bei. Der Oberkörper stützt sich weit weniger über die Handgelenke ab. Lang gestreckt bleibt die Haltung gleichwohl. Große Fahrer stört das kaum, kleinere Personen werden dies aber immer noch kritisieren. Sie werden sich eher darüber freuen, dass die Kontur der Sitzbank etwas schlanker ausfällt und so im Stand der Boden leichter mit den Beinen erreicht wird.
Nur geringe Änderungen erfuhr der
127 PS starke Dreizylinder. Geschmeidige Gasannahme, bärige Leistungscharakteristik und Power in allen Drehzahlbereichen gaben auch keinen Anlass zum Handeln. Und mit dem überarbeiteten Keihin-Motormanagement erfüllt die Sprint ST jetzt
die Euro-3-Anforderungen. Die Kritik am schlechten Startverhalten des Dreizylinders ist damit Geschichte. Unter allen
Bedingungen, also auch bei kühlen Temperaturen, dreht der Motor nach kurzem Knopfdruck verlässlich rund. Mit dem Eingriff in die Motorsteuerung wollten die Engländer gleichzeitig den Kraftstoffverbrauch senken. Leider bestätigte sich das im Test nicht. Bei sehr verhaltenem Land-
straßentempo genehmigt sich die Einspritz-
anlage noch immer 5,7 Liter Superkraftstoff auf 100 Kilometer. Unverändert blieb der Verbrauch bei konstantem 130er-Autobahntempo, da sind 5,4 Liter im Schnitt ein akzeptabler Wert.

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