Leser-Erfahrungen (Archivversion)

Meine Road King Classic, Baujahr 2003, wird überwiegend für längere Touren genutzt. Dazu wurden unter anderem das TourPack der E-Glide, ein Sundowner-Sitz, der noch bequemer als der Seriensitz ist, und ein Tourenlenker installiert. Die AMC-Auspuffanlage bringt einen besseren Sound, ohne extrem laut zu sein, und zeichnet sich durch eine exzellente Verarbeitungsqualität aus. Die Road King ist für mich das ideale Tourenbike, man kommt auch nach 500 Kilometern entspannt am Ziel an, hat mehr als ausreichend Platz für das Gepäck, und die Sozia fühlt sich ebenfalls sehr wohl. Der Durchschnittverbrauch liegt bei 5,5 Liter/100 Kilometer, und ich fahre die Dunlop-Serienbereifung zirka 14000 bis 16000 Kilometer hinten und rund 18000 bis 20000 Kilometer vorn. Eine unabhängige Werkstatt führt die Wartungen durch. Die Road King hat jetzt 40000 mehr oder weniger problemlose Kilometer auf dem Tacho. Bei Tachostand 31000 trat allerdings ein Schaden an den Nockenwellenlagern auf, der die Kasse mit zirka 1700 Euro belastete.
Werner Staab, Nackenheim

Ich habe meinen Straßenkönig im März 1996 zugelassen. Auspuff (Kerker), Lenker, Sitzbank und Luftfilter( KN) waren schnell umgebaut. Außerdem gab es den großen Dyno-Jet-Kit. In der Regel wurden nur alle 15000 Kilometer die Hinterreifen und alle 24000 Kilometer die Vorderreifen gewechselt (nach der Erstbereifung immer Metzler, denn die sind bei Nässe wesentlich besser). Kerzen: NGK, alle 20000 Kilometer Tausch der hinteren Bremsbeläge , die vorderen bisher einmal bei 75000 Kilometern. Das spiegelt auch meine Fahrweise wider. Verbrauch fünf bis 7,5 Liter. Die vierte Batterie macht ihren Dienst, beide Riemenräder, Zahnriemen und Radlager waren bei 75000 Kilometern dran. Nach rund 50000 Kilometern, als der nach links führende Auspuffkrümmer durchvibriert war (konnte geschweißt werden), gab‘s ein kleines Blech von Harley, das ihn abstützt. Wirkliche Panne war ein bei 75000 Kilometern ausgelaufenes hinteres Nockenwellenlager. Es wurde mir aber sehr kulant vom örtlichen Harley-Händler geholfen, obwohl das Bike bereits sechs Jahre alt war – noch mal vielen Dank an dieser Stelle. Bei 85000 Kilometern löste sich eine werkseitig geschweißte Welle im Getriebe – Materialfehler! Zu den Opfern der bösen Harley-Vibrationen kann ich nur eine H4-Glühlampe bei 43000 Kliometern zählen. Ansonsten keine Schraube verloren. Nach vielen Reisen durch Schweden, Griechenland, Portugal und allem, was dazwischen liegt, hat die Harley zurzeit 103000 Kilometer auf dem Tacho. Würde jederzeit das gleich Bike noch mal kaufen, bin begeistert wie am ersten Tag und das trotz fehlendem ABS, Kat und Einspritzanlage.
Franz Hah, Hannover

Ich fahre die Road King seit April und bin absolut begeistert. Der charaktervolle Motor hat ein bärenstarkes Drehmoment. Man sitzt sehr bequem, auch wenn man meine Größe hat (1,93 Meter), und die Scheibe ist viel hilfreicher, als man denkt. Ich habe sie mal probeweise abgebaut, aber nur für einen Tag. Die Road King verführt zum entspannten Gleiten durch die Landschaft. Sie liegt satt auf der Straße, ist in Kurven gleichwohl erstaunlich handlich. Sicher keine Maschine zum Rasen, aber ideal für entspannende Ausflüge oder längere Touren. Und das mit Charakter. Die ausgereifte Technik hat, wie Ihr Dauertest bestätigt, einen sehr guten Ruf. Ich hatte noch kein wie auch immer geartetes Problem. Auch das ist bei längeren Touren wichtig.
Kai-Eberhard Lue

Nachdem ich einige Zeit brauchte, um mich an die Wucht der Maschine (Erstzulassung Juli 2008) zu gewöhnen, fahre ich diese nun mit derselben Leichtigkeit wie mit der Vorgängermaschine (Sportster 1200 C). Lediglich das Rangieren erfordert noch große Kraftanstrengung, und die Geradeauslaufeigenschaften – insbesondere bei Spurrillen – fand ich bei der Sportster besser. Technische Probleme gab es keine (wäre auch eine Katastrophe bei 2500 Kilometern), und ich fühle mich in meiner Kaufentscheidung bestärkt. Ob der Preis allerdings im Verhältnis zum Produkt steht, muss jeder für sich entscheiden. Aber ich kaufte ja eine Philosophie und bekam ein Motorrad dazugeschenkt.
Michael Rößler

Ich fahre seit Juli 2007 eine FLHR Road King, meine zweite Harley nach einer V-Rod. Inzwischen sind 13000 Kilometer auf dem Tacho, der einzige Defekt war eine nicht genau funktionierende Tankanzeige. Nach rund 10000 Kilometern war ein Satz neuer Reifen fällig. Zwar waren noch rund 1,8 Millimeter drauf, ich fahre aber nicht gerne mit eckigen Reifen. Der Sitzkomfort ist unschlagbar, der Sound und das Feeling – halt ‘ne Harley! Geändert habe ich nur das Übliche: Chrom-Parts hier und da, andere Griffe, einen Badlander-Seat für Solotouren und ein Tourcase für die beste Sozia von allen. 500 Kilometer und mehr am Stück sind kein Problem, der Windschild verursacht zwar leichte Verwirbelungen (bin 193 Zentimeter groß), hält jedoch die ganzen Fliegen und Steinschlag ab. Bei Bodenwellen in schnellen Kurven schaukelndes, allerdings nicht gefährliches Fahrverhalten. Fazit: Moped wird behalten und nie mehr verkauft.
Günter Trapper

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