LESERERFAHRUNGEN (Archivversion)

Meine FJR ist nun ein Jahr alt und hat schon gut 20000 Kilometer auf dem Buckel. Kaufentscheidend waren folgende Gründe: der Kardanantrieb, der Katalysator und die Reisetauglichkeit mit zwei Personen und Gepäck. Kaufhilfe waren natürlich auch die vielen guten Testberichte in der Fachpresse. Ich bin das Motorrad den ganzen Winter hindurch gefahren und benutze es ansonsten nicht nur zur täglichen Fahrt zur Arbeit, sondern auch an Wochenenden für größere und kleinere Touren. Der Kraftstoffverbrauch pendelte sich bei 5,9 Litern auf 100 Kilometer ein.Bei längeren Touren ist die verstellbare Scheibe eine nicht zu verachtende Erleichterung, hält sie doch das Visier auch bei Schmuddelwetter relativ sauber. Nervend sind lediglich die feinen Vibrationen, die einem bei Dauergeschwindigkeiten von 130 km/h die Hände einschlafen lassen.Als Kritik sei angeführt, dass die Lackqualität bei Yamaha wohl arg gelitten hat. Meine Yamaha XS 750 von 1978 sieht da zum Teil besser aus. An den Seitenteilen, an denen die Unterschenkel reiben, ist ein Handteller großes Stück Lack abgescheuert. Und am Tank beim Knieschluss ist die Lackierung ebenfalls schon recht in Mitleidenschaft gezogen. Hier hilft nur häufiges Polieren. Schade!Ohne Fehl und Tadel ist die Bremsanlage. Wirkung und Dosierung sind – trotz der 270 Kilogramm – so gut, dass ich ein ABS nicht vermisse. Joachim Schiebelhut, RödermarkEs ist schon meine zweite FJR 1300, mit der ich seit Mai 2001 nun zirka 35000 Kilometer zurückgelegt habe. Absolut begeistert bin ich von Motorleistung, Handling, Straßenlage und der Tourentauglichkeit. Minuspunkte sind die früh aufsetzenden Fußrasten, der fehlende sechste Gang und die Spiegel, in denen man nicht sehr viel sieht. Die FJR wird das Motorrad sein, das ich die nächsten Jahre fahren werde, es sei denn, das neue Modell wird mit einem sechsten Gang angeboten, dann gibt’s eine Neue.Klaus Ahrens, von der Saar Mit der Anfang März 2003 zugelassen FJR 1300 habe ich mittlerweile 10000 Kilometer zurückgelegt. Kaufauslöser waren das ABS und der nahezu wartungsfreie Kardanantrieb.Durch die relativ aufrechte, entspannte Sitzposition fühle ich mich mit meinen 1,86 Meter richtig wohl. Da passt von der Ergonomie wirklich alles. Überrascht war ich von Anfang an von der Handlichkeit trotz des hohen Gewichts. Für viel Fahrspaß sorgt außerdem der durchzugsstarke Motor. Das ist natürlich auch ein Ergebnis der relativ kurzen Übersetzung. Nur auf Autobahnen wünscht man sich einen drehzahlsenkenden sechsten Gang. Der Durchschnittsverbrauch liegt bei zirka 5,7 Litern.Nach knapp 7000 Kilometern wechselte ich von der Erstbereifung Metzeler ME Z4 auf den neuen Bridgestone BT 020 R mit der Spezifikation U. Diesen Reifen konnte ich bereits bei Temperaturen um die null Grad, Schneefall und Nässe bewegen und wurde bisher nur durch das bei Beladung auftretende Shimmy enttäuscht. Mit dem BT 020 erscheint mir die FJR eine Spur handlicher. Negativ fiel mir besonders bei hohen Außentemperaturen die starke Hitzeentwicklung beziehungsweise die heiße Abluft auf, von der die Oberschenkel direkt angeströmt werden. Auch die Lackqualität lässt zu wünschen übrig, vor allem beim Übergang von Sitzbank (verdeckt) und Tank und dort, wo die Knie am Tank aufliegen, sind sehr unschöne Kratzer zu sehen. Insekten hinterließen auch schon Spuren im Lack, die selbst durch Polieren nicht zu entfernen waren.Dennoch würde ich mir die FJR wieder kaufen, da sie in meinen Augen ein sehr guter Allrounder ist, der sowohl auf kurvigen Landstraßen als auch auf Autobahnen viel Spaß macht und dabei auch die nötige Portion Bequemlichkeit mitbringt.Andreas Keilhauer, PastettenAuch nach über zwei Jahren und zirka 15000 Kilometern begeistert mich meine FJR immer wieder. Ob ausgedehnte Touren oder kurze sportliche Einsätze, sie macht einfach alles mit. Der Motor samt Kardan ist ein Paradebeispiel an Laufkultur. Die Bremsen (ohne ABS) beherrschen das hohe Gewicht sehr gut.Der fünfte Gang dreht derart leicht an den roten Bereich (250 km/h), dass eine FJR mit einem sechsten Gang vermutlich fast zu dem »300-km/h-Club« gehören würde. Kurt Waxmann, Dreieich

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