Lesererfahrungen (Archivversion)

Was mich an der GSX-R von Anfang an begeistert hat, ist die einmalige Durchzugskraft für diese Hubraumklasse. Überzeugend auch: das zuverlässige Startverhalten, der nicht messbare Ölverbrauch und die Sitzposition, die sowohl für die Rennstrecke als auch für die Landstraße taugt. Der Durchschnittsverbrauch pendelte sich trotz forcierter Fahrweise bei rund sechs Litern ein. Die einzigen Mankos liegen meiner Meinung nach in den ständig losvibrierten Lenkergewichten und der schlecht zugänglichen Scheinwerferjustierung. Als stolzer und vollauf zufriedener Besitzer kann ich nur sagen: GSX-R forever.Jens Darocha, Köngen Nach acht Jahren GSX-R 1100 war die Zeit reif für eine Zweitmaschine. Im Juni 2000 bekam ich das gute Stück dann in die Hände. Nach der 1000er-Inspektion für rund 250 Mark folgte eine Dolomitentour: 3500 Kilometer in sieben Tagen. Trotz meiner 1,92 Meter sitze ich auf der 750er sehr gut. Bis auf leichte Handgelenkschmerzen bereitet das Fahren nur Vergnügen. Beim 6000er-Kundendienst wurde der Luftfilter gewechselt und ein Gewinde der Sitzbankverschraubung neu eingesetzt. Alles in allem: 347 Mark. Für die diesjährige Dolomitenrunde habe ich von Michelin Pilot Sport C auf Bridgestone BT 010 gewechselt. Mit dem Bridgestone komme ich besser zurecht, da er in Schräglage weniger kippelt und bei Vollgas aus Kehren heraus hinten nicht einknickt. Für besseren Windschutz montierte ich eine MRA-Racingscheibe (170 Mark), für besseren Klang einen BOS-Karbonendtopf (700 Mark). Der Verbrauch liegt zwischen 5,5 Litern beim Touren und 8,2 Litern beim Jagen. Der Ölverbrauch ist nicht messbar. Was stört: dass sich die Kette beim Anziehen der Achsmutter nachspannt.Thomas Seggert, NiederkasselAufgrund der Optik, der technischen Daten und Testberichte war meine Entscheidung gefallen: die oder keine. Positiv hervorzuheben ist das hervorragende Handling. Negativ: die etwas »stumpf« agierende vordere Bremse. Die Umrüstung auf Stahlflexleitungen brachte leider nicht allzu viel. Weiterer Kritikpunkt ist die enorme Sitzhöhe, die es Fahrern meiner Größe (1,67 Meter) schwer macht, beide Füße sicher auf den Boden zu bekommen. Auch mein Sohn bemängelt dies des Öfteren – siehe Foto. Nachdem der mechanisch ohnehin rau laufende Motor bereits nach kurzer Laufdistanz bei 4000/min aus dem Bereich der Steuerkette zu rasseln und zu klappern anfing, brachte ich das Motorrad zu meinem Vertragshändler. Da der nichts finden konnte, wurde der Suzuki-Außendienst eingeschaltet. Und nun will man mir allen Ernstes erzählen, das sei normal. Ich müsse vielleicht warten, bis der nächste Zahn des Kettenspanners einrastet. Ergo fahre ich jetzt mit einem Motorrad aus dem Jahr 2000 herum, das nur wenige Kilometer gelaufen ist und wie eine GS 750 von 1980 klingt.Stefan Batz, DormitzAls langjähriger Ducatist (900 SS, M 900, 996 Biposto), der wenig vom Land, dafürumso mehr von verschiedenen Werkstätten gesehen hat, beschloss ich im Sommer 2000 auf die Hardware aus Nippon-Land umzusteigen. Und was soll ich sagen: bis dato 12000 Kilometer – ohne auch nur ansatzweise Mucken. Werkstattbesuche nur zur Inspektion. Bei Kilometer 6000: morgens hingebracht, abends geholt. Grins. 250 Mark. Bei 12000 noch mal jubeln: 300 Mark. Dazwischen einen Satz Michelin Pilot Sport C montieren lassen. Was für ein Reifen! Sie lebt abstinent. Sechs Liter Super, mein Geldbeutel frohlockt. Und sonst? Sie tut einfach. Und wie. Weniger charismatisch wie die Italienerinnen. Aber gut. Sie will nur eins: fahren! Und ich auch. Endlich.Matthias Treu, DitzingenDerzeitiger Kilometerstand: 6000. Davon über 200 Runden auf der Nordschleife. Zum Fahrwerk kann ich nur sagen: topp! Lediglich die Gabel taucht beim harten Bremsen etwas zu schnell ab. Die Erstbereifung (Michelin Pilot Sport C) funktioniert super, der Pirelli Super Corsa aufgrund der besseren Eigendämpfung noch besser. Kein Lenkerschlagen mehr. Meine Tipps: die Racescheibe von MRA für besseren Windschutz und die Fußrastenanlage von MR Motorradtechnik in Zülpich (Telefon 02252/8387994). Ach ja: Und Finger weg vom Höherlegen des Hecks. Zumindest auf der Nordschleife wird die GSX-R damit total unruhig. Und den Negativfederweg hinten kontrollieren, da der von Haus aus meist nicht stimmt. Der Motor brennt in jedem Gang ein Feuerwerk ab. Dabei helfen ihm im Fall meiner GSX-R ein BOS-Schalldämpfer und ein 16er- statt 17er-Ritzel. Mankos: Der Druckpunkt der vorderen Bremse lässt bei Belastung nach, zudem laufen die Bremsscheiben mit den original Belägen blau an.Reiner Heinrichs, Weilerswist((Fußnote() Die Meinungen in den Leserbriefen stimmt nicht zwingend mit der Meinung der Redaktion überein.

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