LESERERFAHRUNGEN (Archivversion)

Im September 1995 erstand ich eine XLH Sportster Standard. Zum Touren ergänzte ich: großes Windschild, Tourenlenker, Packtaschen und Gepäckträger. Erster Eindruck: noch erträglich unbequemes Fahrwerk, die Bremsen eine Zumutung, der Motor (Leistung nur zwischen 2500 und 3500/min) gelinde gesagt eine Frechheit. Mit zweiter Bremsscheibe bremst es sich um einiges besser. Andere Nockenwellen und Tauschluftfilter brachten ordentlich Leistung ab 1800/min. Ab 3500/min unverändert Vibrationen ohne Ende.Nach mittlerweile 49000 Kilometern wurden bislang nur das Kennzeichen nebst Halter Opfer der Schüttelei, außerdem vibrierte auch noch der Vergaser los. Bei 3775 Kilometern fiel der Tacho, bei 28000 Kilometern Regler und Batterie aus.Die Sporty macht im täglichen Betrieb genauso viel Spaß wie bei Urlaubsfahrten.Monika Weiershausen-WeyheMeine Sporty 1200 S kaufte ich neu im April 1996. Mit den Vibrationen kann ich leben, trotzdem: Rückspiegel so gut wie überflüssig, Kennzeichen eingerissen, Tachonadel abvibriert, Befestigungsschraube für vorderen Zylinderkopf losvibriert, Locktite-Verbrauch höher als Ölkonsum.Die lange Warmlaufphase ist bei einem luftgekühlten Motorrad wohl nicht zu umgehen. Die Dunlop SP-Reifen sind uneingeschränkt zu empfehlen. Hinten 10000 Kilometer, vorne die doppelte Laufleistung. Die Sporty hat sich auch auf langen Touren bewährt. Die Sitzbank ist sehr gut, der Soziusplatz nur ein Notsitz. Insgesamt bin ich sehr zufriedenPeter HansenIm April ‘96 bin ich (44) mit einer neuen Sportster 1200 Sport wieder eingestiegen. Mein Eindruck nach 36000 Kilometern: guter Geradeauslauf, braucht in Kurven einigen Druck, liegt aber relativ stabil. Bei brutaler Fahrweise wackelt sie gutmütig. Abhilfe gegen den schlappen Motor schafften Dynojet-Kit, High-Flow-Airfilter von Screaming Eagle sowie 2-1 Supertrapp-Auspuffanlage.Ergebnis: Druck ab 2500/min, Drehfreude ohne Loch im fünften Gang bis 5800/min. Der Spritverbrauch liegt zwischen 4,5 und 6,3 Litern. Längere Autobahn-Etappen sind wegen der harten Vibrationen zermürbend. Probleme bisher: Lampenhalter samt Tacho und Drehzahlmesser sowie das Antriebsrad des Zahnriemens losvibriert, drei Rücklichter und zwei Blinkerlampen zerschüttelt, Nummernschild und Fender hinten eingerissen.Karl-Heinz SchäferEin Milwaukee-Schwermetall läuft auch mit drei Rädern durchzugsstark und zuverlässig. Nach zahlreichen Umbauten ist das Gespann für meine Familie ein treuer Begleiter. Positive Bilanz: No Bike is perfect - man muß es nur seinen Bedürfnissen anpassenStefan GaßnerNach einem Jahr Sporty 883 mit ständig verrußten Zündkerzen und einem alle 3000 Kilometer kaputten Gummiansaugstutzen folgte bei 25000 Kilometern der Umbau auf 1200 cm³, dazu Sreaming-Eagle-Nockenwellen, Ventilfedern und Zündmodul: laut Dynojet-Test 72 PS am Hinterrad.Schäden: drei defekte Kupplungs-Ausrücklager und bei 45000 Kilometern ein Getriebeschaden. Bei 64000 Kilometern fraß bei 160 km/h ein Antriebsrad der Ölpumpe, Öl verteilte sich auf Mann und Maschine. Nach erfolgloser Motorsuche habe ich die Sporty in Teilen verkauft. Ihren Sound werde ich nie vergessen.Florian SteffensIm September ‘91 bestellte ich meine XL 883 mit großem Tank. Leider hatte ich bei 7200 einen Kolbenfresser auf beiden Zylindern. Ich ließ 1200 cm³ montieren. Bis auf die Überarbeitung der Zylinderköpfe und die Eintragungen übernahm Harley die Kosten auf Kulanz. Nach weiteren 7600 Kilometern brannte eine Zylinderkopfdichtung durch. (ebenfalls von Harley bezahlt). Bei 29800 Kilometern dann Hubzapfen-Ausbrüche und erneuter Kolbenfresser. Obwoh das Krad bereits mehr als fünf Jahre alt war, beteiligte sich Harley mit 1000 Mark an den Reparaturkosten, eine Großzügigkeit, die wohl nicht die Regel ist. Ich werde meine Harley nicht verkaufen - dem Original verzeiht man mehr!Werner OpitzIm September ‘93 kaufte ich meine Sportster 1200, die ich seither mit etlichen Umbauteilen auf 64 PS am Hinterrad gebracht habe.In den ersten drei Jahren saute regelmäßig die Fußdichtung. Dagegen hilft die dicke Dichtung mit Silikon von Harley. Risse im Kotflügel lassen sich mit einem drei-Millimeter-Loch am Ende stoppen.Ich bin mit dem Motorrad nach 35000 Kilometern sehr zufrieden. Der Motor ist nach den Modifikationen ein Hammer und absolut vollgasfestPhillip Hoxter

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