Lesererfahrungen (Archivversion)

MOTORRAD-Leser benützen ihre PX 200 E oft häufiger als ihr Motorrad, schrauben meist selbst und ärgern sich nur über häufig reißende Bowdenzüge.

Meine Frau und ich besitzen je eine Vespa PX 200 mit 24000 und 5000 Kilometern. Zuvor hatten wir uns eine solche Vespa geteilt und mit zirka 30 000 Kilometern und geringem Wertverlust wieder verkauft. Noch keine hat eine Werkstatt von innen gesehen. Ärgerlich ist der Verbrauch des kleinen Motors von 5,5 Litern auf 100 Kilometer). Dafür lassen die 201 Kilogramm Zuladung der PX sogar unsere Honda Seven-Fifty neidisch werden.Thomas Mayer, OldenburgMeine PX 200 Lusso wurde 1990 neu gekauft und ist vor drei Wochen bei Kilometerstand 69 596 zum ersten Mal unterwegs stehengeblieben (Kerzenelektrode nach 35000 Kilometern total abgebrannt). Bei Tachostand 20000 war ein neuer Auspuff fällig (restlos verkokt, seitdem bekommt sie Castrol greentec). Nach 10000 Kilometern spendierte ich ihr einen Cosa-Hauptscheinwerfer, die Bremsen wurden je einmal belegt und ziehen wie am ersten Tag - nämlich gar nicht. Die Lusso ist das zuverlässigste und unkomplizierteste Fahrzeug, das ich kenne - und springt nie auf den ersten, aber immer auf den zweiten Tritt an. Michael Wickenhäuser, Diersburg Für den Gespannbetrieb muß das Übersetzungsverhältnis der PX 200 GS geändert werden. Es gibt die Möglichkeit, nur den kürzeren vierten Gang der Vespa T 5 einzubauen oder den Primärantrieb zu ändern. Ich habe das Primärrad mit 65 Zähnen gegen das der PX 80 mit 68 Zähnen ausgetauscht und kann so wahlweise Kupplungsräder mit 20, 21 oder 22 Zähnen benutzen. Seit 13000 Kilometern fahre ich nun schon die Cosa-Kupplung mit 20 Zähnen auf dem 68er Primärrad.Herbert Gilch, Schauenburg 100-Mark-TipGleich nach dem Kauf meiner PX 200 GS im Mai 1996 habe ich mir eine Tourenscheibe angeschafft. Um die Bowdenzüge schmieren zu können, muß man die Spiegelausleger demontieren, und die lassen sich nur nach Abbau der Scheibe entfernen. Mein Tip: Spiegel mit Auslegern aus dem Handel von unten am Lenkkopf befestigen (Innengewinde sind vorhanden) und die Abdeckung einer älteren PX ohne integrierte Spiegelausleger verwenden — die läßt sich nach Lösen von vier Schrauben entfernen. Werner Kientz, Esslingen Von 1982 bis 1996 fuhr ich mit der Vespa 167 820 Kilometer, davon zirka 90000 mit zwei Personen und Gepäck. Nach 14 Wintern trennte uns der Rost. Das Konstruktionsprinzip ist genial einfach, nur die Verarbeitung läßt zu wünschen übrig und zwang zu vielen kleinen Reparaturen.Trotzdem kaufte ich mir zwei neue: eine zum Fahren und eine, um in Zukunft unter den Plastikrollern aufzufallen.Reinhold Stößel, Starnberg

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