Lesererfahrungen (Archivversion)

Vor ernsthaften Problemen bleiben RF 600 R-Besitzer meist verschont. Die Summe der kleinen Ärgernisse im Alltagsbetrieb veranlaßt dennoch einen Großteil zum frühzeitigen Verkauf ihrer Suzuki.

Als ich sie zum ersten Mal sah, war ich schon in sie verliebt und wußte: die oder keine. Im November 1995 besorgte ich mir meinen Traum in Metallic-Grün. Seitdem habe ich 15000 Kilometer sportliche Touren abgerissen. Schraubertips habe ich bisher (Gott sei Dank) noch keine, weil sie immer tadellos läuft und säuft. Lediglich mit Normalbenzin gab es im unteren Drehzahlbereich Probleme mit der Gasannahme - konnte mit Splitfire-Zündkerzen beseitigt werden. Mit einem hart eingestellten Fahrwerk macht es richtig Spaß, auf Kurvenjagt zu gehen.Frank Klaßmüller, BüchenbachDesign und Preis/Leistungsverhältnis überzeugten mich im Herbst 1994 zum Kauf einer neuen Suzuki RF 600 R. Die zu kurzen Spiegelausleger wurden von der Firma Gericke verlängert. Am Vorderrad montierte ich eine Spritzschutzverlängerung von Fechter Drive, und der Tank bekam einem Knieschutz von CSS. Der Spritverbrauch lag bei sechs bis sieben Litern auf 100 Kilometer. Nach problemlosen 12000 Kilometern legte ich mir im Herbst 1996 die hubraumstärkere RF 900 R zu.Katharina Honrath, GelsenkirchenLetztes Jahr übernahm ich die RF 600 R mit 2500 Kilometern und 34 PS von meiner Verlobten. Von Anfang an hatte ich mit dem Motorrad Schwierigkeiten. Ich bin mit 190 Zentimetern deutlich zu lang für diese Maschine. Meine Beine mußte ich zusammenfalten, und die Knie paßten nicht in die Tankeinbuchtungen - längere Etappen ohne häufige Pausen waren unmöglich. Im Winter verölten ständig die Zündkerzen und mußten alle 3000 Kilometer erneuert werden. Dazu müssen Verkleidung und Tank abgebaut werden - Reparaturzeit: eine Stunde. Die Originalbereifung läßt bei Nässe sehr zu wünschen übrig. Positiv sind die Bremsen, das Staufach in der allwettertauglichen Verkleidung und die Ablagemöglichkeit unter der Sitzbank. Bei Kilometerstand 9800 habe ich die Suzuki verkauft, nachdem mein Rücken bereits dauerhaft geschädigt war.Wolf Reyscher, HürthIch erstand meine offene 95er RF 600 R gebraucht für 11000 Mark beim Händler. Zunächst mußte ich alle zwei bis drei Wochen die Zündkerzen wechseln. Eine Werkstat in Winningen/Mosel half mir aus dem Desaster heraus - die Lösung: NGK CR 9 EK mit Doppelelektrode. Wegen der ungemütlichen Sitzposition baute ich einen Superbikelenker von Spiegler mit Stahlflex-Bremsleitungen an. Gestört haben mich der rauhe Motorlauf und das hakelige Getriebe der RF. Richtig gut gefallen hat mir nur das Styling, besonders des Bremslichts. Mittlerweile habe ich die RF nach nie langweiligen, teils nervenaufreibenden 17000 Kilometern verkauft.Bernd Lehnertz, KoblenzIm September 1996 habe ich meine RF 600 R (Baujahr 95) neu gekauft. Seither hat das Motorrad ohne Probleme 10000 Kilometer zurückgelegt. Der Benzinverbrauch liegt bei fünf bis sechs Litern auf 100 Kilometer. Den Sitzkomfort finde ich gut. Weniger gut finde ich die ungenaue Temperaturanzeige und die Stelle des Temperatursensors.Koop Mulder, Vlagtwedde/HollandMeine 93er Suzuki RF 600 R kaufte ich mir im Winter 1995 mit einer Laufleistung von 15000 Kilometern. Im Frühjahr versuchte ich verzweifelt, sie anzulassen, bis es einen lauten Knall gab. Fazit: vier Kerzen defekt. Mit neuen Kerzen sprang sie nach einer Viertelstunde an. Der Motor ist für seine 98 PS ziemlich schwach und vibriert so stark, daß sich Verkleidungsteile lösen. Hinterlegen mit (Moos-) Gummi schafft etwas Abhilfe. Als nach einem Unfall trotz Werstattdurchsicht, Vergasersynchronisation und neuen Kerzen der Motor ständig ruckelte, ausging und sich verschluckte, verkaufte ich die RF.Marco Hadem, Siegen100 Mark TipDas Los hat entschieden: Die 100 Mark erhält Walter Scherer aus Düsseldorf

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