Lesererfahrungen (Archivversion)

XJ 900 S-Fahrer touren viel und pannenfrei, würden sich das Motorrad meist sofort wieder kaufen und stören sich eigentlich nur an der zu weichen Fahrwerksabstimmung und am übermäßigen Durst »ihrer Dicken« bei schnellen Autobahnetappen.

Seit März 1995 bin ich mit meiner XJ 900 S 13500 Kilometer ohne Störungen gefahren. Zu bemängeln habe ich die überforderte Telegabel und Rührbewegungen in der Hinterhand bei höheren Geschwindigkeiten auf unebenen Fahrbahnen. Positiv sind die Optik, der Sitzkomfort, Windschutz und der unauffällige Kardanantrieb sowie der laufruhige, kraftvolle Motor. Der Verbrauch liegt bei normaler bis sportlicher Fahrweise zwischen fünf und secheinhalb Litern, was, dank des 24-Liter-Tanks, »tankstopploses« Kilometerfressen garantiert. Bei längerer Vollgasfahrt auf Autobahnen kommt aber das böse Erwachen: Verbrauch bis zu zwölf Litern auf 100 Kilometern!Fazit: Die S ist ein gutes, preisgünstiges Tourenmotorrad, das ich auch weiterhin in der Originalausführung (trotz Shimmyeffekts) fahren werde. Meine nächste Maschine ist wieder eine XJ 900 S.Berthold Bemba, MönchengladbachSeit Januar 1995 besitze ich eine Yamaha XJ 900 S, mit der ich bis Ende 1996 rund 60000 Kilometer abgespult habe. Im Winter letzten Jahres baute ich White Power-Gabelfedern ein, sie brachten eine deutliche Verbesserung der Dämpfung. Als Bereifung fahre ich Metzeler ME33 vorn und ME55A hinten, die sich auf einer Nordkap-Tour im Sommer letzten Jahres durch ihren sehr guten Grip, auch bei Nässe, hervorragend bewährten und das Fahrverhalten deutlich verbessern. Durchschnittliche Laufleistung: 12000 Kilometer.Trotz des hohen Kilometerstands, zweier durchgefahrener Winter und mangels Garage ständigen Stehens vor dem Haus ist Rost nur an den Ölkühlerhaltern und an den Verbindungen zwischen Krümmern und Endtöpfen zu beklagen. Am Tank entstanden Scheuerstellen durch die Knie, was von Yamaha auf Garantie behoben wurde. Weiterhin hatten meine absolut zuverlässige »Dicke« und ich keine Defekte zu beklagen. Ich werde diese Maschine so lange fahren, bis sie auseinanderfällt.Petra Grieb, HattersheimIm Februar 1995 kauften meine Frau und ich uns je eine XJ 900 S mit dem Yamaha-Koffersystem. Seit März 1995 springen die Maschinen auf Knopfdruck sofort an – und zwar ohne den Nachbarn zu stören. Geändert haben wir nur den Seitenständer, indem ich einen Bügel anschweißte, um das Einsinken zu verhindern. Die eng anliegenden Koffer erlauben eine Geschwindigkeit von bis zu 200 km/h, ohne das Fahrverhalten zu beeinträchtigen. Die Originalbereifung von Dunlop finde ich sehr gut. Der Hinterreifen hält etwa 12000 Kilometer. Bei Kilometerstand 25000 leckten an beiden Maschinen die Gabelsimmeringe (Garantiefall). Wir fuhren diese Kilometerleistung allerdings während eines zweimonatigen USA-Trips unter starken Temperaturschwankungen: Von bis zu minus zehn Grad und Eisregen an den Niragarafällen bis zu 40 Grad plus im Death Valley. Noch erwähnenswert: Die Hupe ist nicht zum Spalierfahren bei Hochzeiten geeignet – zwei Fahrten, zwei neue Hupen. Fazit: Wir freuen uns schon auf die nächsten 100000 Kilometer.Jürgen und Kerstin Sauer, Buchen-GötzingenUnsere Erfahrungen nach je 18500 Kilometern auf unseren XJ 900 S: Die MOTORRAD-Reifenempfehlung Bridgestone BT 54-Bereifung ist genau das Richtige, damit fährt sie sich wie eine XJ 600. Für unsere Belange auf dem flachen Land ist dieser Tourer trotz des hohen Eigengewichts das beste Motorrad. Wir hatten schon beim 1995er Modell das Koffersystem von Yamaha montiert, das wir dann 1996er Modell gewechselt haben: Dichtigkeit und Fahrverhalten sind sehr gut. Der Benzinverbrauch der XJ lag bei beiden Maschinen knapp unter sechs Litern auf 100 Kilometer. Unsere Wünsche: etwas weniger Gewicht, ABS und einen Tank mit fünf Litern mehr Fassungsvermögen.Gerhard und Elfi Bruinjes, Emden Bei der 24000-Kilometer-Inspektion stellte der Mechaniker eine leichte Undichtigkeit am hinteren Stoßdämpfer fest. Ich kann also nur jedem XJ 900 S-Besitzer empfehlen, vor Ablauf der Garantie die Stoßdämpfer zu überprüfen. Ansonsten kann ich auf den letzten 12000 Kilometern nichts, aber auch gar nichts bemängeln. Was den möglichen Wiederverkaufswert angeht, so mußte ich meine Erwartungen zurückschrauben. Aber wenn ich daran denke, was andere Motorräder kosten, bekommt man bei der XJ schon bemerkenswert viel Motorrad fürs Geld.Franz Habekost, Münster

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