Lesererfahrungen (Archivversion)

Die Zephyr 750 hat eine überzeugte Anhängerschaft, die über kleine Macken ihres Lieblings gerne hinwegsieht. Und sie hängen an ihr: Hergeben will die Zephyr so schnell niemand.

Meine geliebte KEFIR kaufte ich 1993. In der ersten Saison verabschiedete sich ein Gewindezapfen im Kupplungskorb. Ansonsten gab es während 35000 Kilometern keine größeren Mängel. Von dem alten Trick, die Exzenter umzudrehen, um mehr Bodenfreiheit zu erlangen, kann ich nur abraten, da dann der Bremssattel an der Schwinge anschlägt. Ein Umbaukit mit hohem Lenker macht das Z1-Feeling komplett. Sinnvoll sind zudem progressive Gabelfedern. Thomas Raab, MünchenGekauft habe ich meine Zephyr im März 1994 und bin bisher 15000 Kilometer gefahren. Im großen und ganzen bin ich mit der Maschine zufrieden, auch wenn’s anfänglich Probleme mit der Ventildeckeldichtung gab. Sie wurde an meiner Zephyr siebenmal gewechselt. Laut Importeur und Vertragswerkstatt handelte es sich lediglich um Ölnebel, der nach längerer Fahrt allerdings sehr flüssig wurde.Schwierigkeiten hatte ich außerdem mit der rutschenden Kupplung. Durch viel Spiel im Kupplungszug läßt sich Problem mindern, ganz abstellen konnte ich es nicht.Uli Kobert, KerpenMit meiner Zephyr 750 bin sich seit April 1991 52000 Kilometer gefahren – fast nur auf Landstraßen. Lediglich der Simmerring am linken Standrohr war ab Kilometer 30000 immer wieder undicht. Kawasaki zeigte sich großzügig und spendierte ein neues Standrohr auf Kulanz. Der einzig echte Mangel ist meiner Meinung nach der schlechte Lack. Mit der Originalbereifung benötigte ich auf den ersten 41000 Kilometern drei Sätze Reifen. Seitdem habe ich auf Metzeler ME Z 1 und Z 2 umgerüstet. Selbst bei Nässe bietet dieser Reifen noch gutes Fahrverhalten.Mechthild Camps, MünsterNachdem ich die viel zu weiche Gabel mittels White-Power-Kur endlich nicht mehr durchschlug, ist meine Zephyr perfekt: kräftig genug, wieselflink und Fahrspaß pur auf kurvigen Landstraßen. Wenn Öl aus dem Luftfilterkasten elkelig auf die polierten Motordeckel sabbert, lautet mein Tip: Links am Luftfilterkastendeckel eine zweite Ablaßöffnung basteln, die entleert den Kasten nämlich auch dann, wenn das Motorrad auf dem Seitenständer steht. Die erforderlichen Teile gibt’s für wenig Geld beim nächsten Aquarienbedarf. Bei einem defekten Drehzahlmesser beziehungsweise Benzinuhr muß man nicht gleich ein neues Instrument kaufen: Vorsichtig den Haltering zwischen Ober- und Unterteil des Gehäuses aufbördeln, reparieren beziehungsweise die abvibrierte Leitung der Benzinuhr wieder anlöten und ebenso vorsichtig wieder zusammenbauen.Andreas May, BurgwedelEigentlich kann ich nur Positives berichten. Lediglich mit der Lackqualität am Tank und dem Rostschutz an den Schweißnähten am Krümmer war ich anfänglich nicht glücklich. Bei den Krümmern griff ich zur Selbsthilfe und lackierte das auf Garantie getauschte Neuteil mit silberfarbenem Auspufflack. Mit der Serienbereifung (Dunlop K505) war ich mehr als unzufrieden. Sehr gute Erfahrungen machte ich dageben mit dem Bridgestone-Pärchen BT 54 F/R. Fahrspaß ohne Ende vermittelt die Zephyr auch bei flotten Runden auf der Nordschleife. Bis zum Zeitpunkt einer eventuellen Katalysatorenpflicht kommt bei mir kein anderes Moped in die Garage.Ralf Nenninger, WerneckDie Leserbriefe geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Außerdem kann MOTORRAD keine Garantie für die Gefahrlosikeit der geschilderten Umbaumaßnahmen leisten.

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