Lesererfahrungen (Archivversion)

Stefan und Tina Henningsen, Ahrensburg
Moin moin. Bei der Neuvorstellung des Bikes hat es unser Dealer verstanden, uns zwei dieser Teile zu verkaufen – ohne Probefahrt, ohne Soundcheck. Meine Frau fährt dieses Bike auch, wir kamen beide von der VL 800. Aktuell haben wir mehr als 30000 bzw. 24000 Kilometer runter, sind mit dem Bike bestens zufrieden, bis hin zu Forums-Treffen nach Ungarn damit gefahren. Nennenswerte Probleme gab es eigentlich nicht, Kupplung und Kupplungskorb einmal, samt der Rückrufaktionen von Suzuki, das war’s. Der Lack ist nicht so prickelnd, trotzdem sind wir glücklich mit der M 1800 R und werden ihr noch lange treu bleiben.

Harald Neumann, Mainhausen
Als alter Kawasaki-Supersportfahrer bin ich aus gesundheitlichen Gründen auf eine M 1800 R umgestiegen. Verspannungen, Rückenschmerzen oder Knieprobleme, alles Schnee von gestern. Und das bei 183 cm Körpergröße und 95 Kilo mit Bandscheiben-OP. Am Schönsten sind die gemütlichen Sitze. Wir waren 2008 in Italien: 1050 Kilometer am Stück; nur einmal gehalten zum Mittagessen und dreimal getankt. Am Anfang war ich misstrauisch, was das Fahrverhalten der Trude betrifft. 350 Kilo, 240er-Reifen, umdenken dachte ich. Weit gefehlt. Nach einigen Kilometern und Spessartkurven war klar, das Ding läuft, kaum eine Kurve, die ich langsamer fuhr als mit den Sportlern, nachdem ich die Federung auf volle Härte eingestellt hatte. Manchmal wünsche ich mir mehr Bodenfreiheit, aber was solls, aufsetzen und schön kratzend durch die Kurve, solange die Reifen mitspielen. Das Einzige, was ich zu meckern hätte, betrifft die hohen Zubehörpreise von Suzuki. Und das umständliche Ölstandmessen, da ist Nachbesserung erforderlich.

Bernd Weigel
Ich hatte leider auch Pech mit meiner ersten Intruder, überbremst, Vorderrad weg, Totalschaden. Und das nach erst 600 Kilometern. Also musste eine Neue her. Hier einige Eindrücke nach ungefähr 13000 km. Der Motor ist eine Wucht, der Sound ist für einen Serienauspuff überragend. Die Handlichkeit ist trotz des 240er-Hinterreifens noch in Ordnung. Im Vergleich zu meiner vorherigen 1100er-Dragstar konnte ich keine Nachteile feststellen. Im Gegenteil. Der Geradeauslauf ist auf Grund des Radstandes sehr gut. Einziger Mangelpunkt waren die Reifen von Dunlop, bei Regen waren diese überfordert. Bei jedem Gasgeben schlingerte die Maschine, als wenn man auf Schmierseife fährt. Beim erforderlichen Tausch der Reifen nach ca. 9000 Kilometern wurden dann Metzeler ME 880 130/60 VR 18 vorn und 260/40 VR 18 hinten aufgezogen (mit TÜV-Gutachten). Ergebnis: Fahrverhalten enorm verbessert. Ein großer Pluspunkt ist der Kardanantrieb, wartungsarm und zuverlässig! Der Spritverbrauch geht in Ordnung, auf Landstraßen zwischen 5,5 bis 6 Litern/100 km. Längere Autobahnetappen habe ich vermieden (Spaßfaktor Null).


Wolfgang Hipauf, Berlin
Ich fahre meine 1800er-Trude seit 2006, wir haben zusammen über 27000 Kilometer problemlos gemeistert. Wenn man die Wuchtbrumme so nimmt, wie sie ist, kommt man mit ihr auch zielsicher durch den engsten Radius einer jeden Kurve, trotz des breiten Schlappens, den man mit Kraft drücken muss. Wenn man sich daran gewöhnt hat, stört es nicht mehr, sondern macht richtig Laune. In jeder Lage hat die 1800er so viel Druck und unbändige Power, dass der Lenker einem eher als Haltegriff dient, statt zum Lenken. Nur Regenfahrten sollte man nicht zu beherzt in Angriff nehmen, die 240er-Walze macht dann nicht immer das, was man selbst grad will.

Heiko Kühn, Chemnitz
„Pacemaker“ – Schrittmacher ist der Name meines Bikes, denn das ist sie: Sitzt Du einmal im Sattel, beginnt dein Herz zu rasen. Meine M 1800 war eine der ersten, sie wurde von Anfang an von der Firma Bikers-Dream-24 Ltd (www.bikers-dream-24.com) zu einem echtem Custombike umgebaut: mit Airbrush-Lackierung, vielen Details für die Show, aber ohne Einbußen an Fahrkomfort oder Alltagstauglichkeit. Sie taugt für die Fahrt zur Arbeit in der Stadt genau so wie für schnelle Autobahnreiseetappen. Das Kurvenverhalten ist trotz Umbau auf 280er-Hinterradbereifung top, der Reifen lässt sich bis zum Rand rum fahren. Allerdings nicht mehr originale Dunlops, son-dern Metzeler, die für das Bike die deutlich bessere Wahl sind. Viele schöne Kilometer habe ich mit der Trude abgespult, alle ohne Mängel. Ihre Kraft und Agilität berauschen immer wieder: Power satt!

Marcus Szymoniak, Meerbusch
Unsere Internet-Seite www.m1800r.de vereint interessante Informationen aus den Erfahrungen vieler Besitzer der M 1800 R. Kurz zusammengefasst sind die meisten Fahrer von diesem Motorrad und den Fahrleistungen/-eigenschaften begeistert, doch besteht beim „Service am Kunden“ seitens Suzuki Verbesserungsbedarf. Die meisten aufgetretenen Probleme betreffen Lackprobleme, vor allem bei schwarzen M 1800 R (sehr kratzempfindlich). Ferner waren des öfteren die Floater der Bremsscheiben ausgeschlagen, sie ließen sich um einige Millimeter bewegen. Ebenfalls keine Seltenheit: Kupplungsprobleme, das Motorrad „springt“ regelrecht. Meistens vertröstet Suzuki die Kunden („das hören wir zum ersten Mal“), bis sich nach oft langwieriger Kommunikation der zuständige Gebietsleiter dem Problem widmet.

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