Leserpost (Archivversion) Briefe & E-Mails

Herzenssache
Finale: Moto Guzzi V11 Le Mans
MOTORRAD 22/2008, Seite 130
Sonntagmorgen, Kumpel ruft an: "Das musst Du lesen, ein wunderschöner Bericht über die Moto Guzzi V11 Le Mans in MOTORRAD. " Ja, Werner Koch, genau richtig gefühlt und auch so beschrieben. Das sind die Besonderheiten, die Eurer Motorradzeitung so gut stehen! Guzzis V11 Le Mans ist eine Herzenssache, der Verstand ist hier sicher zweitrangig. Motorradfahren pur, nix Edelitaliener, sondern "Flasch Bier " und Pizzastück aus dem Holzofen. Nach vielen tausend Kilometern auf japanischen Reihenvierzylindern, aber auch italienischen Zweizylindern, sind wir seit einigen Jahren V11 Le Mans-Verfechter. Mich hat vorher nichts mehr begeistern können, ja, eben "begeistern ". Der Rest ist zweitrangig, denn: "Wir haben Zeit...
Stefan Clemens, Olpe

Tolles Wetter, Sonnenschein, Freitagnachmittag, also Riemen runter und ab nach Hause, Mountainbike fahren! Haus betreten, und da liegt es, das neue MOTORRAD. Noch schnell durchblättern und dann losfahren. Aber da kommt sie, die Seite 130, "Wir haben Zeit " von "Mini " Koch. Ich erkenne auf den Bildern meine Hausstrecke, das noch nicht motorradfreie Große Lautertal, keine 20 Kilometer entfernt. Ich lese den Artikel schnell durch, betrete meine Garage und steige – auf eine Moto Guzzi Griso. Schönen Tag noch, lieber Werner Koch.
Claus Schaber, Lichtenstein

Vielen Dank für diesen Artikel! Nach vielen Jahren mit RDs, FZ/FZRs und so weiter bin ich vor drei Jahren bei meiner V11 Rosso Mandello gelandet. Seitdem ist Fahren ohne zufriedenes Grinsen im Gesicht unmöglich, und die beste Sozia der Welt und Selbstfahrerin mit Ducati Monster fährt auch noch gern mit. Was kann man sich noch wünschen? Abseits von "Ich habe das schnellste, größte, teuerste, perfekteste Motorrad " gibt es Motorräder, die einfach zufrieden machen. Dauerhaft!
Ahlrich Weiberg, Wilhelmsdorf

Danke schön für diesen schönen Fahrbericht. Denn unser Business geht unter anderem daran zugrunde, weil leider in jedem Test das Wichtigste nicht rüberkommt – das, was "Mini " Koch hier beschrieben hat. Der Grund, warum ich mich morgen quäle, welche meiner schönen Laverdas unbedingt ihren Auslauf bekommt. Emotion, riechen, fühlen, schmecken.
Michael Stöcker, Fürth


Schade drum
Neue Blinkerschaltung bei BMW-K-Modellen
MOTORRAD 22/2008, Seite 19
Ich will hier weiß Gott keine Lanze für BMW brechen, aber zum Thema Blinkerbetätigung brennt es mir dennoch unter den Nägeln. In Kürze: Habe vor zwei Jahren das (wirkliche) Vergnügen gehabt, als sportlich orientierter Japananhänger einige Wochen beruflich diverse BMWs zu fahren. Am Anfang gedacht, "so‘n Schmarrn ", und dann die Lämpchen völlig relaxed betätigt. Welch eine Wohltat. Ich kann nur sagen: Schon mal Yamaha FJR 1300 AS gefahren und sich und der Umwelt freudigst per Lichthupe mitgeteilt, dass ein Gangwechsel angestrebt wird? So viel zum Thema Gewöhnung, und schade drum.
Mark Peters, Köln


Luft machen
Eindrücke von der Kölner Messe Intermot
Von der Intermot zurück, die frischen Eindrücke sortierend, muss ich meinem Herzen bezüglich der R1 Luft machen. Meine Güte, was hat Yamaha aus diesem ehemals so schönen Motorrad gemacht? Mit der Frontansicht eines Streetfighters und einem Heck, das zu jedem Supertourer passen würde, ist das eine stilistische Katastrophe. Der beste Motor kann so etwas nicht kompensieren. Die Absatzzahlen dieser Kreation möchte ich in zwei Jahren nicht verantworten. Welch ein Glück, dass uns Honda diese wundervolle CBR 1000 RR beschert hat. Federleichtes, luftiges Design. Von vorn bis hinten harmonisch, technisch perfekt.
Arne Krüger, Leimbach

Ich fahre seit zwölf Jahren Honda, zu meiner vollsten Zufriedenheit. Aktuell eine CBR 1000 RR mit 30000 Kilometern auf der Uhr. Es war immer ein Traum, eine MV Agusta zu besitzen. Diesen Traum möchte ich mir zu meinem 50. Geburtstag erfüllen. Voller Vorfreude habe ich mir den Stand von MV als Highlight aufbewahrt. Doch dann kam der Schock: Alle Bikes waren in unzugänglichen Käfigen abgeschottet. Kein Anfassen, kein Probesitzen. Ich fragte laut, ob es nicht noch einen Berg von Watte gäbe. Dann kam doch noch etwas Unfassbares. Mein Sohn wollte noch zu Ducati. Ohne Wachleute nahm ich Platz auf einer Desmosedici RR im Wert von 61500 Euro. Ich wurde nicht verhaftet. Bella Italia! Meine Hoffnung ist, dass ich erst 44 Jahre alt bin. Das bedeutet noch dreimal Intermot. Hallo MV, lasst dieses elitäre Gehabe!
Thomas Nüßgen, Rommerskirchen


Ignoranz
Fahrbericht Ducati Monster 1100; ABS – Befürworter und Gegner
MOTORRAD 22/2008, Seite 22
Schon der Name 1100er-Monster elektrisiert, und es zeigt sich mal wieder, dass solche luftgekühlten V2 für die Straße völlig ausreichen. Die schmuck-losen Endtöpfe und das vordere japanische Auge passen aber nicht wirklich in das Monsterkonzept. Aber die Monster ließ sich ja schon immer prima umbauen. Richtig ärgerlich ist, dass solch ein neu entwickeltes Bike ohne ABS auf die Straßen kommt. Und auf diese Ignoranz von Ducati kein Wort der Kritik von MOTORRAD.
Volker Riemenschneider, Borken-Weseke

Wie lange wird es noch dauern, bis die Leute merken, dass ABS am Motorrad ein gefährliches Dingen ist. Nach BMW-Motorrädern mit Problemen liest man jetzt in einigen Foren über Totalausfälle von ABS-Bremsen bei der Yamaha FZ1. Was ist denn das Schlimmste, was uns ohne ABS passieren kann? Das wir überbremsen! Nicht mehr und nicht weniger. Ich möchte jedenfalls kein Motorrad mit ABS kaufen.
Ullrich Rauser Dortmund


Guter Weg
Top-Test BMW F 650 GS
MOTORRAD 21/2008, Seite 36
Für mich bleibt als Fazit eigentlich nur, dass die alte Einzylinder-F 650 nicht nur erhebliches Übergewicht hat, sondern vor allem enorm überteuert unter die Leute gebracht worden ist. Der Leistungsunterschied ist, wenn man das Hubraum-Plus von über 20 Prozent berücksichtigt, gar nicht so eklatant. Immerhin scheint BMW auf einem guten Weg zu sein, auch wenn mir 215 Kilogramm für eine "Geländemaschine " nicht in den Kopf wollen.
Kai Lunau, Ober-Mörlen


Speck und Mäuse
Blickpunkt: Original- und Zubehörteile im Vergleich
MOTORRAD 22/2008, Seite 102
Ich kaufe Originalteile ebenso wie Teile bei Shopketten und vermute mal, dass es bei 99 Prozent aller Motorradfahrer so ist. Die Politik der Shopketten (und das trifft auch für diverse Elektronikketten zu) ist doch: Mit Speck fängt man Mäuse. Ich will hier nicht pauschal auf die Zubehörketten eindreschen, aber der Verdacht drängt sich auf. Auf Messen werden zu Hunderten Kataloge rausgehauen, und in jeder Motorradpostille werde ich mit Werbeflyern dieser Ketten bombadiert. Nichts gegen Werbung. Aber weniger ist ab und zu mehr! Und wenn man den Anspruch hat, bei guter Qualität auch noch günstig durch Großeinkauf zu sein, dann sollte man (zumindest bei manchen Artikeln!) seine Preise tatsächlich danach gestalten. Konsequenz für mich ist, dass ich vor dem Kauf Preisvergleiche anstelle und auch mal nach dem weniger frequentierten Händler suche. Dieser muss nicht zwangsläufig teurer oder schlechter in der Qualität sein. Und dank Internet sollte die Suche heute kein Problem mehr darstellen.
Toni Pfeffermann, Gütersloh


Hochgejubelt
Suzuki SV 650 und Nachfolgerin
MOTORRAD 21/2008, Seite 3
Zum Editorial möchte ich doch mal eine Bemerkung loswerden. Sie erwähnen Suzukis "zuletzt glücklose " SV 650. Dass sich die Kleine zuletzt nur noch schleppend verkaufte, lag vielmehr an der Fachpresse, die sie in den letzten Jahren totgeschwiegen hat. Nach etwa 20 anderen Motorrädern habe ich mir im letzten Winter eine SV 650, neu, Baujahr 2006, zugelegt. Zu einem sehr attraktiven Preis. Und ich bin begeistert. Man kann in kurvigem Geläuf, speziell auch in den Alpen, mit dreimal so teuren und doppelt so starken Motorrädern leicht und locker mithalten. Es kracht nicht beim Einlegen des ersten Gangs, es irritieren keine rotierenden Warnleuchten von irgendwelchem elektronischen Firlefanz. Das Rädle braucht wenig Sprit und frisst keine Reifen. Die Verarbeitungsqualität geht auch in Ordnung. Unserer Zunft fehlt es gewaltig am Nachwuchs. Vielleicht können Sie besser thematisieren, dass ein erschwingliches Motorrad unter 100 PS nicht "uncool " ist, sondern dass es genauso viel Freude vermitteln kann wie die von Ihnen hochgejubelten, sündteuren PS-Giganten.
Martin Dieterle, Bräunlingen

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