Best Brands 2014 Zwanzig Sieger

Die Leser der Zeitschrift MOTORRAD haben die Best Brands 2014 gewählt und in 20 Kategorien die Marken bestimmt, deren Produkte sie am meisten überzeugen.

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Die Teilnehmer der Leserwahl "Motorrad des Jahres 2014" haben zum neunten Mal in Folge an der gleichzeitig ausgeschriebenen Befragung zu der Wahl "Best Brand 2014" teilgenommen. Insgesamt stimmten 85.274 Teilnehmer aus neun Ländern ab, davon allein in Deutschland 45.707.

In 20 Kategorien aufgeteilt, stellte MOTORRAD den Lesern folgende Aufgabe: "Bitte kreuzen Sie alle Marken an, deren Produkte Sie überzeugen." Aus dieser Markenbefragung entstand eine Rangfolge, und die am meisten genannte Marke in der jeweiligen Kategorie wurde Best Brand. Die 20 Sieger haben es offensichtlich am besten geschafft, ihre Marke am Markt so zu positionieren, dass sie bei der zuvor gestellten Frage am häufigsten genannt wurden.

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Best Brands-Gewinner 2014 in der Kategorie Auspuff: Akrapovic.
Best Brands-Gewinner 2014 in der Kategorie Auspuff: Akrapovic.

Auspuff: Akrapovic

Wer außer Akrapovič sollte hier wohl ganz vorn sein? Sagenhafte 75 Prozent der Leser wählten die Marke auf den ersten Platz. So viele können sich nicht irren. Der typische sechskantige Schalldämpfer aus Ex-Jugoslawien hat den Motorradmarkt einfach im Sturm erobert, und die konische Variante bildet die nächste Evolutionsstufe. Mit noch schärferem Sound und noch brachialerer Beschleunigung. Edelstahl, Karbon und Titanlegierungen treiben den Glanz in die Augen. Und ganz ehrlich: Wenn der neunfache Weltmeister Valentino Rossi damit auf der Rennstrecke MotoGP-Siege einfährt, kann das Rohr nicht übel sein. Neuerdings rüstet Akrapovič auch das Ducati-Werksteam mit Andrea Dovizioso und Cal Crutchlow aus.

Unter den Fans hat der Hersteller längst Kultstatus erreicht. Man muss für die Kraftwerke aus dem Osten zwar ein paar Scheine mehr lockermachen, aber die Nachfrage bestimmt eben auch den Preis. Clever in der Strategie des ehemaligen Rennfahrers Igor Akrapovič ist natürlich, dass er seine Meisterstücke nicht nur für die Heizer-Fraktion baut, sondern auch für Crosser und Custom-Freaks. Soeben wurde eine ganz neue Palette verchromter und schwarz beschichteter nachrüstbarer Auspuffanlagen für die beliebtesten Harley-Modelle aufgelegt. Es ginge natürlich auch leiser und unauffälliger, aber wer will das schon?

Wirkliche Konkurrenz in Sachen Strahlkraft ist dabei nicht in Sicht. Die weiteren Hersteller sind in der Beliebtheitsskala weit abgeschlagen, mehr als in allen anderen Zubehör-Bereichen unserer Leserwahl, tummeln sich dann aber auf einer Ebene, wobei die Platzierungen kräftig durcheinandergewirbelt wurden. Termignoni hat sich an BOS vorbeigearbeitet, dahinter tauschten Leovince und Remus die Plätze. Obwohl sie ihre Prozentzahlen bis auf BOS verbesserten, klafft die Lücke zum mittlerweile neunmal in Folge gekürten Sieger noch weiter als zuvor auseinander. Und es scheint, als wäre Spitzenreiter Akrapovič noch lange nicht am Ende seiner Ideen.

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Best Brands-Gewinner 2014 in der Kategorie Bremsbeläge: Brembo.
Best Brands-Gewinner 2014 in der Kategorie Bremsbeläge: Brembo.

Bremsbeläge: Brembo

Seit neun Jahren führt kein Weg an Branchen-Primus Brembo vorbei. Der Marktführer aus Mailand gehört für die MOTORRAD-Leser an die Spitze wie das Salz in die Suppe. Weil Brembo im Rennsport auf zwei und vier Rädern mit Vorliebe eingesetzt wird, stehen die Bremsbeläge für garantierte Sicherheit auch unter extremsten Belas­tungen. Bei diesem Thema versteht wohl keiner einen Spaß. Die Beläge der anderen Anbieter tun natürlich auch ihren Dienst, doch die Teile von Lucas/TRW und alpha Technik sind die einzigen, die in der Gunst der Leser erneut die Zehn-Prozent-Hürde nahmen und die Plätze hinter Brembo verteidigten.

Vielleicht spielen demnächst aber auch die Bremsbeläge von Hi-Q ganz vorn mit. Vor einem Jahr noch auf Rang zehn, haben sie mit einer Verbesserung um sechs Positionen zum Höhenflug angesetzt. Das Geheimnis? Gute Verzögerungswerte, lange Lebensdauer. Und das Ganze zu einem fast unschlagbar günstigen Preis.

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Best Brands-Gewinner 2014 in der Kategorie Fahrwerks-Tuning: Öhlins.
Best Brands-Gewinner 2014 in der Kategorie Fahrwerks-Tuning: Öhlins.

Fahrwerks-Tuning: Öhlins

Die Schweden-Marke Öhlins ist ihrem Nummer-eins-Status treu geblieben. Die golden schimmernde Hardware in Form von Federbeinen, Gabeln und Lenkungsdämpfern strapaziert zwar die Geldbörse, aber Rennfreaks trauern keinem einzigen Cent nach und machen immer noch ein Schnäppchen. Denn die Erfahrungen, die in der Fahrwerkstechnik der Skandinavier stecken, sind einfach unbezahlbar. Öhlins macht sich aber auch die Mühe und schickt geschultes Personal zu den großen Rennen auf dieser Welt, sei es im Motocross oder auf der Rundstrecke. In der MotoGP dürfen sich einige Fahrer sogar eines extra für sie abgestellten Technikers erfreuen.

Was auf der Rennstrecke funktioniert, ist attraktiv und hält irgendwann und irgendwie auch in der Serie Einzug. So verwundert es nicht, dass Motorradhersteller ihre neuesten Kreationen immer öfter schon ab Werk mit Öhlins-Produkten vollpacken. Wilbers und WP-Suspension bringen ebenfalls jede Menge Affinität zum Rennsport mit. Im wahrsten Sinne des Wortes in die Herzen der MOTORRAD-Leser gerast hat sich neuerdings Touratech. Vor einem Jahr waren die Fahrwerkselemente der Weltenbummler noch gar nicht gelistet, jetzt erhielten sie über 20 Prozent Zustimmung. Komfortables Reisen durch Feld und Flur macht eben auch viel aus.

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Best Brands-Gewinner 2014 in der Kategorie Filialisten: Louis.
Best Brands-Gewinner 2014 in der Kategorie Filialisten: Louis.

Filialisten: Louis

Gegen Louis ist kein Kraut gewachsen. Immer mehr Biker suchen den Weg zum Filialisten. Wer sich dann auch noch in einen Mega-Shop oder Giga-Store verirrt, befindet sich zwischen Bekleidung, Technik und Zubehör im wahren Kauf-Eldorado. Neuheiten hier, Schnäppchen dort. Louis hat ein Angebot, das selbst Sparfüchse aus der Reserve holt. Knappe 1000 Seiten umfasst der dicke Katalog, den man gemütlich zu Hause wälzen kann und mit dessen Hilfe sich die Ware für das schönste Hobby der Welt ganz einfach online bestellen lässt. 

Etwas voller werden die Läden auch wieder bei Polo. In der Gunst unserer Leser stieg das Unternehmen um sechs Prozent an. Noch immer hat es mit über 80 Shops allein in Deutschland die meisten Anlaufpunkte und mit 40.000 Artikeln ein respektables Sortiment. Louis wie auch Polo knapsten laut der Ergebnisse wieder ein paar Stimmen bei Hein Gericke, der Motorrad-Ecke und bei Motoport ab. Diese bieten der Kundschaft ebenso hochwertige Waren an, agieren aber nicht immer flächendeckend.

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Best Brands-Gewinner 2014 in der Kategorie Gepäcksysteme/Koffer: Hepco & Becker.
Best Brands-Gewinner 2014 in der Kategorie Gepäcksysteme/Koffer: Hepco & Becker.

Gepäcksysteme/Koffer: Hepco & Becker

Von 2007 bis 2009 unserer Leserwahl ging der erste Platz an Hepco & Becker. Danach war Touratech viermal an der Reihe. Nun meldet sich Hepco & Becker an der Spitze zurück. Die Truppe aus Pirmasens kennt sich seit Jahrzehnten damit aus, wie das Gepäck von Tourenfahrern transportiert werden muss. Eingefleischte Globetrotter schwören darauf.

Die Idee, dass Utensilien in einen Koffer gehören, existierte schon 1975. Allerdings beruhte sie damals auf dem Problem, dass die ungeschützten Antriebsketten der Motorräder auf Reisen immer schnell verdreckten und den Geist aufgaben. Abhilfe schuf ein geschlossener Kettenkasten. In den 80ern startete Hepco & Becker mit der Entwicklung von Gepäckträgern und Koffern in ein neues Marktsegment. Mittlerweile existieren Elemente für 650 Motorradmodelle. Touratech musste sich der Konkurrenz diesmal ganz knapp geschlagen geben. Givi blieb fast auf Vorjahresniveau. Dass SW-Motech vom sechsten auf den vierten Platz kletterte, hat damit zu tun, dass Bags Connection jetzt mit unter diesen Namen fällt.

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Best Brands-Gewinner 2014 in der Kategorie Helme: Schuberth.
Best Brands-Gewinner 2014 in der Kategorie Helme: Schuberth.

Helme: Schuberth

Made in Germany macht auch diesmal wieder das Rennen. Zum neunten Mal und damit ununterbrochen ist die Marke Schuberth das Maß der Dinge. Mit dem Klapphelm C3 Pro Women wurden jetzt auch noch die Mädels überzeugt. Das Modell ist echt hübsch und hat eine speziell auf die Physiognomie von Frauen entwickelte Innenausstattung.

Das Wichtigste aber ist: Der C3 Pro räumte in Tests bisher immer mit Bestnoten ab. Schuberth hat in den letzten zwölf Monaten die schon einmal sehr ­schmal gewordene Lücke zu Verfolger Shoei wieder vergrößert und sich ein ordentliches Polster geschaffen.

Für einen Positionswechsel stimmten unsere Leser bei der Wahl des dritten Platzes. Damit stellten sie die für ein Jahr lang unterbrochene Rangordnung wieder her und setzten die japanische Kultmarke Arai vor BMW. Ein Kampf um den fünften Platz zeichnet sich zwischen Nolan und HJC ab. Mit dem Testsiegermodell RPHA, das auch der zweifache MotoGP-Weltmeister Jorge Lorenzo aktuell fährt, hat HJC Punkte gutgemacht, aber Nolan noch nicht einholen können.

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Best Brands-Gewinner 2014 in der Kategorie Handschuhe: Held.
Best Brands-Gewinner 2014 in der Kategorie Handschuhe: Held.

Handschuhe: Held

Spitzenreiter zu werden, ist schwer genug, an der Spitze zu bleiben noch viel mehr. Held macht seit neun Jahren vor, wie das funktioniert. Mit Überziehern, Unterziehern, Cross- und Endurohandschuhen, Tourenfahrermodellen und Sportfingerlingen in stylisher Optik wie auch im Retro-Design. Im Sommer wie im Winter. Mag man die Schwaben auch als geizig abstempeln, bei Held im oberallgäuischen Burgberg-Erzflöße ist genau das Gegenteil der Fall. An den Handschuhen der Familienfirma ist alles drin und alles dran.

Nur zur Info: Ein Paar „Phantom“-Rennhandschuhe besteht beispielsweise aus insgesamt 156 Einzelteilen. Das Ausstanzen benötigt rund 18 Minuten. Weil die Qualität von der Kundschaft so geschätzt wird, macht es auch nichts aus, dass Held nach acht Jahren mit ansteigender Kurve nun zum ersten Mal 1,1 Prozentpunkte an die Konkurrenz abgeben musste. Die Alleinstellung auf dem Markt bleibt davon unangetastet. Alpinestars hat auf dem zweiten Platz trotz möglicher Mehrfachnennung von Favoriten fast nur halb so viele Fans und liegt jedes Jahr erneut im Kampf mit Dainese und Reusch. In der gleichen Liga spielt noch Vanucci mit.

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Best Brands-Gewinner 2014 in der Kategorie Kettensprays: S 100/Dr. Wack.
Best Brands-Gewinner 2014 in der Kategorie Kettensprays: S 100/Dr. Wack.

Kettensprays: S 100/Dr. Wack

Seit Castrol vor vier Jahren den Spitzenplatz für S100/Dr. Wack freimachen musste, hat das Schmierschutz zwischen -30 °C bis +110 °C bietende Kettenspray aus Ingolstadt das Sagen. Die weiße Suppe ist nahezu abschleuderfrei, was auch aus optischen Gründen ziemlich praktisch ist. Das Spray haftet dort, wo es soll, und macht das saubere Hinterrad nicht dreckig. Laut Theorie ist heutzutage nur noch eine kurze Einwirkzeit nötig, bis die schmierenden Komponenten jede Ritze in der Kette erreicht haben. Wichtig ist dabei natürlich auch der Korrosionsschutz, gerade im Regen. Moderne Kettensprays überstehen das Wasserbad ohne ­Beanstandungen. Eine Nachschmierung wird frühestens nach etwa 500 Kilometern notwendig.

S100/Dr. Wack-Benutzer sind treue Motorradkunden und schauen öfter mal beim Händler ihres Vertrauens vorbei, denn das Kettenspray gibt es an der Tankstelle eher selten. Da hat Castrol einen ­Vorteil. Der grüne Riese konnte S100/Dr. Wack im Vergleich zum Vorjahr zwei Prozent abnehmen. Caramba steht seit Beginn der Best Brands-Wahl wie eingemeißelt auf dem dritten Platz.

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Best Brands-Gewinner 2014 in der Kategorie Kraftstoffe: Aral.
Best Brands-Gewinner 2014 in der Kategorie Kraftstoffe: Aral.

Kraftstoffe: Aral

Diese Kategorie ist erst das dritte Mal in der Abstimmung dabei. Während bisher Shell die Wertung gewann, hat nun Aral Premiere auf dem ersten Rang. Es ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die beiden Kraftstoffhersteller schenken sich nichts. Was für Aral spricht, dürfte das Punktesammeln innerhalb des Payback-Programms sein. Da gibt es bei den ständig laufenden Aktionen auch schon öfter die fünf- oder zehnfache Punktemenge gutgeschrieben, die sich in entsprechend hoher Anzahl in nützliche Geschenke umtauschen lassen lässt. Und in netten Shops und Bistros an der Tanke lässt es sich bei der Pause auf langer Fahrt gut abhängen.

Shell hat ein ähnliches Programm zu bieten. Bei der Muschel-Marke kommen ADAC-Mitglieder auf ihre Kosten und sparen bei Vorlage ihres Tickets einen Cent pro Liter Sprit. Shell kann sogar mit einem eigenen Ölangebot für die Motorradfahrer punkten und engagiert sich im Rennsport. Insgesamt präsentiert sich der Markt aufgeräumt. Jet und Esso bleiben dahinter und verzeichnen annähernd gleiche Zuwächse.

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Best Brands-Gewinner 2014 in der Kategorie Lederkleidung: Schwabenleder.
Best Brands-Gewinner 2014 in der Kategorie Lederkleidung: Schwabenleder.

Lederkleidung: Schwabenleder

Dass Schwabenleder zum sechsten Mal unangefochten am beliebtesten ist, dürfte noch einmal eine Hommage an den Firmengründer Claus Hämmer sein. Der im Januar viel zu früh verstorbene Altrocker entwickelte seine Kombis nie am Schreibtisch, sondern war in der Praxis zu Hause. Als Perfektionist und Tüftler vertrat er die alten Werte und zog ständige Weiterentwicklungen wagemutigen Experimenten vor.

Die feine Qualität aus Handarbeit und auf Wunsch in Maßanfertigung wird es aber auch weiterhin geben. Die Familie führt das Unternehmen im schwäbischen Winterbach fort, und der geneigte Biker darf sich auch in Zukunft seine ganz persönliche Wunschkombi gestalten lassen. Die Qualität made in Germany liegt neun Prozentpunkte vor den smarten Dainese-Italienern. Alpinestars konnte dahinter über fünf Prozent unserer Leser mehr als bisher überzeugen. Dafür wurde der Höhenflug von Held und BMW gestoppt.

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Best Brands-Gewinner 2014 in der Kategorie Navigationsgeräte: TomTom.
Best Brands-Gewinner 2014 in der Kategorie Navigationsgeräte: TomTom.

Navigationsgeräte: TomTom

TomTom hat sich den Rang als Platzhirsch zurückerobert. Nur einmal in neun Jahren, und das genau im letzten, hatte sich Garmin hauchdünn vorbeigeschoben. Das ließ TomTom nicht auf sich sitzen. Beide Hersteller haben ähnlich viel zu bieten, die Entscheidung zwischen den Modellen ist eine Glaubensfrage. Bei TomTom gehören „kurvenreiche Strecken“ zum Menü. Da sich die Straßenführungen pro Jahr bis zu 15 Prozent ändern, ist es aber sinnvoll, zu prüfen, ob beim Navi-Kauf ein Kartenaktualisierungsservice enthalten ist, ob er kostenlos ist und wie lange er gilt.

Navigationsgeräte müssen von Haus aus robust und wetterfest sein, mit einem großen blendfreien Touch-Display für gutes Ablesen. Am bes­ten ist es, wenn sie sich auch mit Handschuhen bedienen lassen, aber bei den großen Marken ist das mittlerweile selbstverständlich. Ein Schnäppchen sind die Exemplare fürs Motorrad nicht, zwischen 400 und 600 Euro müssen für die Top-Versionen einkalkuliert werden. Damit ist der Einkauf aber nicht erledigt. Was jetzt nämlich noch fehlt, ist eine durchdachte Navi-Befestigung am Lenker. TomTom ist da ganz clever und bietet den Kunden für zirka 100 Euro ein Motorradhalterungsset an, das auf jedes ­Bike passt. Darüber wird das TomTom Rider-Gerät automatisch über 12-V- sowie 24-V-Motoren geladen.

Bei Garmin heißt die Navi-Serie für Motorradfahrer zūmo. Komfortabel: Die Fahrspur vor dem nächsten Abbiegen muss dort nicht mehr erraten werden. Straßenschilder und Kreuzungen werden realistisch dargestellt. Anerkannt in der Szene sind auch die Navis von Navigon.

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Best Brands-Gewinner 2014 in der Kategorie Öle/Schmiermittel: Castrol.
Best Brands-Gewinner 2014 in der Kategorie Öle/Schmiermittel: Castrol.

Öle/Schmiermittel: Castrol

Unsere Leser schwören auf Castrol, und das war auch in den vergangenen Jahren noch nie anders. Fast 20 Prozentpunkte mehr als bei der Konkurrenz sind eine klare Ansage. Dabei befand sich Liqui Moly vor zwei Jahren fast schon einmal in Reichweite.

Beim Öl scheiden sich noch immer die Geister. Teilsynthetisch oder vollsynthetisch? Oder vielleicht doch lieber ein mineralisches? Ganz einfach: Wer nicht am Limit fährt, ist mit der mineralischen Variante auf der sicheren Seite. Race-Freaks, die bis zum Anschlag am Kabel ziehen, sind mit einer synthetischen Variante besser dran, weil die thermisch belastbarer ist. Und wer mal die Sorte wechseln will: Kein Problem, die Motorenöle für Motorräder sind untereinander mischbar. In erster Linie kommt es darauf an, dass es schmiert, Kräfte überträgt, kühlt, abdichtet und all die unlöslichen Verbrennungsrückstände in Bewegung hält, die sich bis zum nächsten Ölwechsel im Kreislauf befinden. Die von Motorradherstellern am häufigsten empfohlene Kategorie ist Öl mit der Viskosität SAE 10W-40.

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Best Brands-Gewinner 2014 in der Kategorie Reifen: Michelin.
Best Brands-Gewinner 2014 in der Kategorie Reifen: Michelin.

Reifen: Michelin

Schon wieder gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Diesmal geriet es zum Vorteil für Michelin. Die Franzosen liefern sich in der Beliebtheit seit Jahren ein zuverlässiges Pingpong-Spiel mit Metzeler. Die einen sind für ihren Einsatz auf dem WM-Parkett bekannt, wo sie viele Jahre die Top-Klasse dominierten. Die anderen, die in Deutschland noch immer einen wirklich guten Namen haben, widmen sich hierzulande dem sportlichen Nachwuchs.

Beachtlich ist dahinter der Sprung von Pirelli aufs Siegerpodium, nachdem das schwarze Gold aus Italien vor einem Jahr nur auf dem fünften Rang landete. Doch Pirelli hat richtig viel Entwicklungsarbeit im Motorsport geleistet und so bei den Supersportlern zugelegt. Und es ist ja nichts Neues, dass die Rennerei die Serie befruchtet und das Kaufverhalten beeinflusst. Zudem fuhr Pirelli in den letzten Monaten mehrere Testsiege mit dem Tourenreifen-Modell Angel GT ein. Dennoch kann sich die Marke keine Pause leis­ten. Bridgestone hat auf dem vierten Platz der Best Brands nur winzige 0,3 Prozentpunkte Rückstand.

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Best Brands-Gewinner 2014 in der Kategorie Reinigungsmittel: S 100/Dr. Wack.
Best Brands-Gewinner 2014 in der Kategorie Reinigungsmittel: S 100/Dr. Wack.

Reinigungsmittel: S 100/Dr. Wack

Der Dreck muss weg – und das am liebs­ten sofort und schonend. Natürlich dürfen dreckige Felgen nach der Schlammschlacht akribisch mit der Zahnbürste geputzt werden, aber es geht auch einfacher und vor allem schneller. Die besten Erfahrungen haben die MOTORRAD-Leser zum neunten Mal dem Reiniger von S100/Dr. Wack bescheinigt. Aufsprühen, einwirken lassen, abwaschen.

Da sich Spezial-Waschanlagen für Motorräder zwischen der Nordseeküste und den deutschen Alpen an einer Hand abzählen lassen, empfehlen sich zum Abspülen immer noch der gute alte Eimer voll Wasser und ein Schwamm. Hochdruckreiniger sind dagegen mit Vorsicht zu genießen und nur in dosierten Mengen akzeptabel. Sie katapultieren das Wasser bis in die feinsten Ritzen und schleudern im schlimms­ten Fall jede Menge Fett von empfindlichen Teilen wie der O-Ring-Kette ab.

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Best Brands-Gewinner 2014 in der Kategorie Rückenprotektoren: Dainese.
Best Brands-Gewinner 2014 in der Kategorie Rückenprotektoren: Dainese.

Rückenprotektoren: Dainese

Wer wie der Teufel fährt, sollte ihn auch als Schutzengel haben. Das meinen zumindest 42,7 Prozent unserer Leser. Zum neunten Mal wählten sie Dainese auf den ersten Platz. Die Modelle aus Italien sind Sahnestücke. Was der neunfache Weltmeister Valentino Rossi auf dem Rücken hat, kann ohnehin nicht verkehrt sein. Dainese schafft es immer wieder, neue ergonomische Standards zu setzen. Selbst die Hartschalen-Schildkröte folgt sämtlichen Dehnungen und Beugungen des Oberkörpers. Maximale Bewegungsfreiheit paart sich beim Best Brand-Sieger mit bester Belüftung. Im Verbund-Sandwich stecken 30 Jahre Erfahrung in der Entwicklung von Rückenprotektoren.

So gut wie noch zuvor, aber ohne Gefahr für Dainese, liegen auf dem zweiten Platz die Alpinestars-Modelle im Rennen. Auch BMW konnte zulegen. Vanucci ebenfalls, doch die ­italienische Eigenmarke von Louis musste als Fünfte der deutschen Firma Held den Vortritt lassen.

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Best Brands-Gewinner 2014 in der Kategorie Stiefel: Daytona.
Best Brands-Gewinner 2014 in der Kategorie Stiefel: Daytona.

Stiefel: Daytona

Biker stehen auf Daytona-Schuhe. Danach kommt eine Weile nichts, bevor Alpinestars um die Kurve biegt. Der Grund liegt auf der Hand: Bei Daytona dreht sich alles einzig und allein um Stiefel. Das wissen die Kunden zu schätzen und wählten die Gebrüder Frey aus dem niederbayerischen Eggenfelden zum neunten Mal zum überragenden Sieger, also seit Beginn der Umfrage. Und das, obwohl die Daytona-Schuhe eine ganze Ecke teurer sind als die von anderen Marken. Aber das sind sie auch wert. Nirgendwo sonst gibt es diese in Handarbeit gefertigte Qualität.

Die meisten gehen an Tourenfahrer über den Ladentisch, aber auch im Rennsport sind die Stiefel ein Begriff. Es hat schon Fälle gegeben, dass Fahrer einen schlechter bezahlten Daytona-Werbevertrag dem hoch dotierten Angebot eines Mitbewerbers vorgezogen haben. Bei Daytona ist eben alles dran und alles drin. Einer der Chefs kommt auch öfters höchstpersönlich an die Strecke.

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Best Brands-Gewinner 2014 in der Kategorie Tankrucksäcke: Held.
Best Brands-Gewinner 2014 in der Kategorie Tankrucksäcke: Held.

Tankrucksäcke: Held

Was sich heute auf manchen Tanks befindet, sind schon halbe Koffer. Binnen ­Sekunden lassen sich Tankrucksäcke in wahre Raumwunder verwandeln. Tank­rucksäcke sind mittlerweile extrem flexibel. Ihr organisiertes Innenleben mit verschiedenen Fächern, Vergrößerungsoptionen und wasserdichten Abteilungen stellt jede Damenhandtasche in den Schatten.

Blöd nur, wenn der Lack auf dem Tank bei der Befestigung leidet. Dabei ist das gar nicht nötig, wenn man sich einmal die Mühe macht, die original Tank-Schrauben durch einen passenden Lock-it-Adapter mittels Spezialschrauben zu ersetzen. Dann den Tankrucksack mittig positionieren, und fertig ist die Laube. Alles andere erledigt die magnetische Anziehungskraft zwischen Adapter und Unterseite des Tankrucksacks ganz allein.

Die beliebtesten Transport-Modelle kommen von der Firma Held. Sie hat in der Abstimmung als einzige die 30-Prozent-Marke geknackt und gibt zusammen mit Touratech den Ton an. Tankrucksäcke gibt es in verschiedenen Größen und Formen. Und falls es jemand noch nicht gemerkt haben sollte: Die meisten von ihnen sind schwarz.

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Best Brands-Gewinner 2014 in der Kategorie Textilkleidung: Dainese.
Best Brands-Gewinner 2014 in der Kategorie Textilkleidung: Dainese.

Textilkleidung: Dainese

Fünf waren eng dran, aber nur einer konnte gewinnen. Diesmal konnte zur Abwechslung Dainese die meisten Sympathien im heiß umkämpften Textilmarkt sammeln und bremste im Doppelpack mit Held Vorjahressieger BMW und Rukka aus.

In der Branche geht die Post ab: Alpinestars hat selbst auf dem fünften Rang nur 3,3 Punkte Rückstand. So wechselt der Sieger nahezu jährlich, was für die Motorradfahrer gar nicht so schlecht ist, denn Konkurrenz belebt das Geschäft. Textilbekleidung wird bevorzugt von Tourenfahrern gekauft, die sich je nach Wetterlage dank herausnehmbarer Membranen oder Thermofutter entblättern können. Die ganzjahrestauglichen Textilmodelle sind nahezu unverwüstlich, haben praxiserprobte Nähte, sinnvoll integrierte Taschen. Dank wasser- und winddichten sowie ihrer atmungsaktiven Eigenschaften geben sie den Bikern genau das Gefühl von Freiheit, wonach sie auf der großen Reise suchen.

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Best Brands-Gewinner 2014 in der Kategorie Werkzeuge: Hazet.
Best Brands-Gewinner 2014 in der Kategorie Werkzeuge: Hazet.

Werkzeuge: Hazet

Wenn die Schrauberei schon losgeht, dann wenigstens richtig. Nichts wäre wohl peinlicher, als mit dem Ein-Euro-Schraubendreher aus dem Supermarkt von der Clique erwischt zu werden. Damit wäre nicht nur der Spott, sondern auch der Ärger programmiert, denn wer mit dem Billigheimer abrutscht, was bei der Qualität des Griffs schnell passiert, kann seine vermurksten Schraubenköpfe auch gleich mit wegschmeißen.

Wer etwas auf sich hält, greift zu Hazet. So empfindet zumindest über die Hälfte der Beteiligten an der MOTORRAD-Leserumfrage. Mit Hazet ist das Leben leichter. Auf dem Nürburgring klebt die Werbung des schon in fünfter Generation produzierenden Familienunternehmens in jeder Box. Und falls ihr Werkzeug doch nicht zum Einsatz kommen sollte, schindet es wenigstens als optischer Hingucker Eindruck und hebt den Besitzer auf ein höheres Level. Viel Sympathie bringen Motorradfahrer auch den Gerätschaften von Proxxon und Gedore entgegen.

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Best Brands-Gewinner 2014 in der Kategorie Zubehör/Umbauten: Touratech.
Best Brands-Gewinner 2014 in der Kategorie Zubehör/Umbauten: Touratech.

Zubehör/Umbauten: Touratech

Zum vierten Mal in Folge kletterte Reise-Spezialist Touratech aufs höchste Treppchen. Vorstand Herbert Schwarz sieht das Ergebnis bei der Ursachenforschung als ein gutes Beispiel für Qualität „made in Germany“, welches das Bekenntnis zum Produktionsstandort Niedereschach einmal mehr unterstreiche. Allerdings war der Sieg noch nie so eng. Es gab Zeiten, da schüttelte Touratech die Konkurrenz noch um entspannte fünf Prozentpunkte ab.

Der starke Gegenwind bläst auch Wunderlich ins Gesicht. Der BMW-affine Spezialist fehlt zum ersten Mal auf dem Podium. Kellermann und Rizoma machten das Rennen. Kellermann legte in den letzten Jahren einen sagenhaften Sprint nach vorn hin. Die Produktpalette spricht für sich. Unter den bei MOTORRAD vor einem Jahr getesteten Nachrüstblinkern im Preisrahmen zwischen 90 und 139,90 Euro leuchteten drei Kellermänner in den Top Vier.

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