20 Bilder

Limited Edition Walz-Ducati Louis 75 Die Leichtigkeit des metall­gewordenen Traums

Es gibt Motorräder, die man unablässig anstarren möchte. Die Walz-Ducati von Louis geht dann den einen Schritt weiter: Man muss sie einfach fahren – und ist gefangen!

Traumbikes sind individuell – diese Eigenschaft bestimmt das Auge des Betrachters oder gründet sich in der Entstehung: Einer hat eine genaue Vorstellung und setzt diese dann um. Eigentlich, denn Motorrad­zubehör-Gigant Detlev Louis und Star-Designer Marcus Walz erschufen aus den Wünschen tausender Louis-Kunden ein Bike, das ganz und gar einem Traumbike entspricht. Als Basis diente eine Ducati Sport 1000. Das Ziel war grob definiert: Ein Café Racer sollte es werden – ein stilvolles Bike zum 75. Firmen-Jubi­läum von Louis. Einzige Bedingung: Die Anbauteile sollten weitestgehend aus dem Sortiment des Händlers stammen. Die Louis-Kunden konnten via Facebook bestimmen, wo welche Anbauteile zum Einsatz kommen, Bike-Builder Marcus Walz musste sich an ihre Wünsche und Vor­gaben halten. „Manchmal war ich ganz schön erleichtert, wieviel Stil die Leute bewiesen“, so Walz zu dieser einzigartigen Vorgehensweise.

Anzeige

Handgefertigte Akrapovic-Auspuffanlage

Aus dieser kreativen Melange ist ein begehrenswertes und gleichzeitig straßenzugelassenes Highlight geworden, das wir für einen Tag aus dem Schauraum der Stuttgarter Filiale entführen durften. Neidvolle Blicke von Kunden und Angestellten folgen uns, als wir uns auf dem Bike davon machen.

Mit tiefem Grollen aus der von Akrapovic handgefertigten Auspuffanlage rollen wir über die Straßen, genießen die Leichtigkeit des metall­gewordenen Traums unter uns. Ducati untypisch lässt sich die Kupplung butterweich dosieren – perfekt für einen Café Racer, der im städtischen Verkehr mitschwimmen muss. Schmal ist er obendrein, damit stellt man sich in keinem Stau in auch noch so engen Straßen hinten an. Die „Louis 75“ wurde schließlich zum Fahren gebaut.

Ihr Tausender-Desmo-Herz blieb ungeöffnet, lediglich das Mapping wurde an den neuen Auspuff angepasst und eine Anti-Hopping-Kupplung eingebaut. Die Öhlins-Gabel einer Ducati 999 R sieht nicht nur gut aus, sondern liefert auch feinstes Feedback vom Vorderrad. Die Hinterhand erfreut sich ebenfalls einer schwedischen Fahrwerks-Komponente, diese im Gegensatz zum Original-Bike allerdings in dezentraler Monoshock-Variante.

Anzeige

Die Bremsen sind der blanke Wahnsinn!

Die Duc wieselt flink durchs Geläuf, verführt zum gelassenen Speed-Cruising im niedrigen dreistelligen Tempobereich auf der digitalen Cockpitanzeige. Lange Schwünge sowie kurze Kehren sitzen perfekt, die Bremsen sind der blanke Wahnsinn. Die Monoblock-Sättel von Brembo verbeißen sich wie wild in die Wave-Scheiben von Lucas. Die kompakte Sitzposition geht voll in Ordnung, einen Tank am Stück leer zu saugen ist so gar kein Problem. Nach dem genussvollen Joy-Ride geht es zurück ins Café. Auf der Pole-Position geparkt, genießen wir den freien Blick auf das Baby und sofort saugt sie nicht nur die Blicke, sondern auch die Gedanken an.

"Louis 75"-Ducati ist ein Gesamtkunstwerk

Sie scheint sich vor uns zu räkeln. Das wunderschön gekürzte Heck samt Alu-Verkleidung formen einen knackigen, schwungvollen Hintern. Über das hand­genähte Alcantara-Leder der Sitzmulde – dieser zierlichen Taille – wandert der verliebte Blick hin zum Tank, einem weiteren Meisterstück. Scheinbar aus einem Guss, in Wahrheit aber aus einzelnen Alu-Blechen von Hand gedengelt und zusammengeschweißt, gibt er dem Racer seine drahtige Form.

Das Sahnehäubchen stellt die feine Lackierung. Der Grundlack „Anniversario Rosso“ ist ein Ducati-Lack, der von dem nicht nur in Insider-Kreisen bekannten Maze Grafx aufgetragen und mit dem handgemalten Jubiläumslogo, samt passendem Zier­streifen, veredelt wurde. Dass die „Louis 75“-Ducati ein Gesamtkunstwerk ist, merkt man spätestens, wenn einem bei ihrer Betrachtung der Kaffee auf dem Bistrotisch kalt geworden ist.

Themenseiten

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote

Alle Artikel