Lukas Behr zur KTM 690 Supermoto (Archivversion)

Mein erster Gedanke: Ist die 690 überhaupt tourentauglich, oder wird es die größte Tortur meines Lebens werden? Der erste Kontakt verläuft positiv: aufrechte Sitzhaltung, bequemer Kniewinkel, breiter Lenker – also doch Tour. Aber schon nach 200 Autobahnkilometern schmerzt der Po: Die Sitzbank ist schmal und bockelhart. Man könnte die Leidensfähigkeit eines Menschen durchaus testen, indem man ihn mit einer Einzylinder-KTM auf die Autobahn schickt. Auffällig: Die Maschine läuft knapp 180 km/h nach Tacho. Der 690er-Single hat brutale Kraft. Egal, welche Drehzahl, die Österreicherin drückt dich mit unbeschreiblicher Leichtigkeit den Berg hinauf – das hat mich bis zum Schluss fasziniert. Dazu ist sie sparsam, hat ein Top-Fahrwerk, super Bremsen und lässt sich spielerisch handhaben. In den Bergen sind die Autobahnstrapazen schnell vergessen. Für mich ist die 690er ein richtiges Funbike, welches ich mir durchaus gut als Zweitmotorrad vorstellen könnte. An die abgefahrene Optik hab’ ich mich gewöhnt.

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