Mapping auf einen Blick Kennen Sie das Kennfeld?

ECU, Eprom oder Lambda – die wichtigsten Begriffe rund ums Mapping.

ECU:
steht für Electronic Control Unit und bezeichnet das Steuergerät an Bord eines modernen Motorrads. In diesem Zentralrechner werden die Eingangssignale verarbeitet. Diese kommen entweder als analoges Spannungssignal (von der Lambdasonde oder Druckfühlern) oder als digitaler Impuls (beispielsweise Drehzahlimpuls) an. Vom Steuergerät werden dann die zur Motorsteuerung notwendigen Befehle an Einspritzanlageoder Zündung gegeben.

Eprom:
Erasable Programmable Read Only Memory, zu deutsch: Speicherchip, der sich programmieren und wieder löschen lässt. Dieser ist im Steuergerät (ECU) unter-gebracht, auf ihm sind die Kennfelder gespeichert.

Kennfeld:
Herzstück des Mappings. In den Kennfeldern sind in Abhängigkeit von Motordrehzahl und Drosselklappenöffnung (Gasgriffstellung) die Werte für Zündzeitpunkt und Einspritzzeit festgeschrieben. Überträgt man die Tabellenwerte in eine dreidimensionale Grafik mit x-, y- und z-Achse, ergibt sich das Bild einer Landkarte (englisch Map). Neben einer Basis-Map existieren weitere (Korrektur-)Maps, die eine optimale Abstimmung bei unterschiedlichen Fahrzuständen (beispielsweise Kaltstart oder niedriger Luftdruck bei Alpenfahrten) sicherstellen sollen.

Lambdawert:
Bezeichnet das Luftverhältnis und gibt Auskunft darüber, inwiefern das Luft-Kraftstoff-Gemisch vom Ideal abweicht. Lambda gleich eins bedeutet: auf ein Kilogramm Kraftstoff kommen 14,7 Kilogramm Luft, das Massenverhältnis für eine optimale Verbrennung stimmt. Ist der Lambdawert kleiner als eins, besteht ein Luftmangel, daraus ergibt sich ein (leistungsförderndes) fettes Gemisch. Ist der Lambdawert größer als eins, herrscht ein Luftüberschuss, das Gemisch ist mager, der Kraftstoffverbrauch sinkt. Gemessen wird der Lambdawert über eine Sonde im Auspufftrakt. Je nach Wert kann das Steuergerät die Gemischzusammensetzung korrigieren.

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