Mapping extrem "Aus der Ecke raus!"

Vollgas, Spitzenleistung? Für Thorsten Durbahn zählen bei der Motorabstimmung seiner eigenwilligen Kreationen andere Werte.

Foto: Jahn
Durbahn ist ein Motorrad-Maniac durch und durch. Bei seinen Bikes, die er entwirft, setzt er auf unglaubliche Radikalität: konsequenter Leichtbau. Für seine Durbahn V3, einen Ducati 1098-Umbau, gibt er fahrfertig 136 Kilo an – gepaart mit Hightech-Lösungen unter den Karbonkleidern. Dazu zählt eine Motorensteuerung, die Grand-Prix-Charakter hat. Original-Steuergeräte kombiniert mit Zusatzmodulen à la Powercommander helfen dem Hamburger Bike-Bauer (das Wort Tuner mag er nicht) nicht weiter: "Ich brauche bei der Motorsteuerung volle Flexibilität und absolute Transparenz, und die erbringen solche Kombinationen nicht einmal im Ansatz." Deshalb kommen in den Durbahn-Bikes ausschließlich Steuergeräte von Motec zum Einsatz.

Die australische Hardware erweist sich als ideal für Durbahns Zwecke – inklusive der individuellen Programmierung einer Traktionskontrolle. Die eigentliche Finesse ist aber das Erstellen einer praxisorientierten Abstimmung per Datenlogging. "Auf dem Prüfstand wären unendlich viele Läufe nötig, um die Kombinationsvielfalt der verschiedenen Fahrsituationen zu simulieren!" Mit einer permanenten Fahranalyse kann Durbahn die Bereiche einkreisen, auf die er sich bei der Feinabstimmung besonders konzentrieren muss: "Der Volllastanteil macht maximal vier Prozent aus. Extremst wichtig ist dagegen der Bereich mit 20 bis zirka 45 Prozent geöffneter Drosselklappe – wo du aus der Ecke raus wieder ans Gas gehst und bei mieser Abstimmung einfach abfliegst."

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