Margerin (Archivversion)

Er ist in Frankreich so bekannt wie in Deutschland Holger Aue und Brösel zusammen. Seit 1979 brummt Lucien durch Margerins Comics.

Lucien ist alles andere als ein Held. Knollennasig und nicht nur auf der Straße nicht der Flotteste, hat er gleichwohl schon alles bewegt. Mofa, Zweitakt-Emme, alte Engländer, Yamaha XT 500, Harley-Chopper, BMW, Honda, Italo-Sportler. Und kam mit nix von alledem
so wirklich zurecht. Die MZ nebelte die Mademoiselles ein, die er gern abgeschleppt hätte. Die Engländer hat er mehr geschoben als gefahren. Mit der XT ist er vollbepackt in Paris umgekippt et cetera. So landet Lucien, dessen Bikerbiographie das Zentrum darstellt, um das Margerins Werk kreist, als Greis schließlich im Rollstuhl. Mit dem er – endlich – Wheelies zu fabrizieren im Stande ist. Trotz all dieser Unpässlichkeiten gleitet Margerin nicht ins plump Parodistische ab, aus der Darstellung spricht stets die Sympathie des Zeichners für seinen Antihelden.
Margerin, geboren 1952, kultiviert
einen Stil der Comic-Tradition namens Ligne-Claire (klare Linie), bekannt vor
allem durch die vom belgischen Künstler Hergé ersonnenen Abenteuer von Tim und Struppi.

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