Marktübersicht gebrauchte 8000-Euro-Bikes (Archivversion) Erste Wahl aus zweiter Hand

Die Bandbreite der Modelle, die beim freundlichen Neu-maschinen-Händler für 8000 Euro im Schaufenster stehen, wurde auf den vorherigen Seiten ausführlich beleuchtet. Doch muss es unbedingt eine neue Neue sein? Wer nicht darauf besteht, der Erste zu sein, der seinem Untersatz die Sporen gibt, kann bei gleichem Budget ein bis zwei Klassen höher einsteigen.
Angelehnt an die Kategorien der MOTORRAD-Leserwahl haben wir das Angebot auf dem Gebrauchtmarkt gesichtet und präsentieren in jedem Segment den Kauftipp der Redaktion sowie eine nicht zwingend nach rein objektiven Kriterien ausgesuchte Alternative. Diese Übersicht erhebt nicht den Anspruch einer vollständigen Gebrauchtberatung, vielmehr soll sie Kaufinteressenten das komplette Spektrum der 8000-Euro-Klasse offenlegen.
Aufgefallen ist bei der Recherche der durch die Bank niedrige Kilometerstand der Angebote. Selbst Luxustourer kommen im Schnitt gerade mal auf eine Jahreslaufleistung von 5000 Kilo-metern, während bei Cruisern schon mehr als 2000 auf einen Vielfahrer hindeuten. So gilt, bei Besichtigung das Hauptaugenmerk auf etwaige Standschäden zu richten. Dazu gehören: innen verrostete Tanks, poröse Reifen, ausgehärtete und deshalb undichte Gabel-Simmerringe sowie der Zustand der Batterie.
Bei Big Bikes oder Supersportlern sollte man sich nicht von der im Verhältnis zum Neupreis günstigen Anschaffung blenden lassen, sondern stets die Unterhaltskosten im Hinterkopf behalten. Sobald die 98-PS-Grenze überschritten wird, steigen zum einen die Versicherungsprämien empfindlich an, zum anderen sind Ersatz- und Verschleißteile oftmals sehr viel teurer als bei Mittelklasse-Bikes – vor allem, wenn es sich um Exoten handelt.

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