Master Enduro 2003: Vergleichstest (Archivversion)

Ein Hoch auf die Zweitakter. Oder doch nicht? Die Gruppe eins befindet sich im Umbruch, die Viertakter erobern immer mehr die Youngster-Klasse.

Kreischende Zweitakter bis 125 cm3 matchen sih mit einem einsam vor sich hinschnurrenden 250er-Viertakter. Wir vermissen leider die Bonsai-Viertakter von Husqvarna und KTM. Während Firmenkrisen die Italiener beuteln, wollen die Österreicher offensichtlich das Feld kampflos der Konkurrenz überlassen und treten ohne ihre 250 EXC Racing an. Wie dem auch sei, die vier Bikes hindert das nicht daran, sich packende Duelle zu liefern. Bei den vorherrschenden optimalen Bodenverhältnissen favorisieren die Piloten – ohne Kenntnis ihrer tatsächlichen Fahrzeiten – klar die aggressiv anpackenden Zweitakter. Diese wirken subjektiv einfach schneller. Doch die Stoppuhr ist unbestechlich. So kassiert die unauffällige WR 250 F am Ende den Sieg. Belächelt werden die Hubraumzwerge dieser Gruppe übrigens nur von Unwissenden, Profis kennen das Potenzial der kleinen Biester. Das spiegelt auch das Ergebnis wider: Vier der acht Fahrer erzielen mit einem dieser Bikes ihre beste Gesamtfahrzeit (Summe aus gefahrener Zeit in der Wiesenprüfung und dem Cross-Country-Test), weitere zwei sind damit immerhin am zweitschnellsten unterwegs. Darüber hinaus zeichnet sich ein interessanter Trend ab: Je niedriger die Qualifikation der Fahrer, umso eher befinden sich die Favoriten unter diesen vier Maschinen. Somit haben diese Motorräder zu Recht ihren Ruf als Einsteiger-Bikes.

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