Masterenduro 2007 (Archivversion) Eer-Geschosse

25 kernige Maschinen für die Bodenbearbeitung im Vergleich. Kann KTM die Vormachtstellung bei den Sport-Enduros behaupten? Wer zieht die tiefsten Rillen in den Morast?

Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht? Bei gutem Wetter auf glatten Pisten schnell fahren können viele. Anders sieht es aus, wenn die Bedingungen suboptimal sind – aber echte Enduro-Fahrer lieben ja die Herausforderung. Und die war beim diesjährigen Masterenduro groß, schwierigste Bedingungen verlangten von Mensch und Maschine alles. Der Enduro-Rundkurs in der Nähe von Talavera de la Reina, 80 Kilometer westlich von Madrid, präsentierte sich steinig, eng und verwinkelt. Und mit tiefen Rillen, nachdem starke Regenfälle das Gelände durchgeweicht hatten.
Aber wie heißt es so schön: Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt. Das gilt auch für das Masterenduro, der größte und umfangreichste Test seiner Art – trotz kleiner Veränderungen bei der Markenvielfalt. Als Neuzugang ist der italienische Hersteller Beta zu vermelden, alle drei Modelle werden von KTM-Viertaktmotoren angetrieben. Der spanisch/ französische Hersteller Sherco bringt erstmals die neue 5.1i in der E3-Klasse an den Start. Leider konnte Yamaha aufgrund der zu späten Auslieferung der brandneuen WR-Modelle mit Alu-Rahmen nicht rechtzeitig in Spanien erscheinen. Honda glänzte durch Abwesenheit, auch TM und Aprilia sagten ab. Schade, die Zweizylinder-Enduro von Aprilia wäre eine interessante Bereicherung gewesen, aber anscheinend fehlt den Italienern noch das Selbstvertrauen, sich der etablierten Konkurrenz zu stellen.
Unter den schwierigen Umständen erlebten die leichten Zweitakter ein überraschendes Comeback, während sie im Vorjahr in allen Klassen nur deutlich abgeschlagen auf die Plätze gekommen waren. Diesmal schaffte es die KTM 125 EXC sogar bis ins Finale. Überhaupt konnten die österreichischen Offroad-Spezialisten den Vorjahreserfolg einer dreifachen Finalteilnahme beinahe wiederholen: Neben zwei KTM-Motorrädern war
ein KTM-Motor bei der Endausscheidung dabei. Das Testfahreraufgebot konnte eine
beeindruckende Sammlung von Welt-, Europa- und nationalen Meistertiteln vorweisen. Aushängeschild war natürlich Mario Rinaldi, seines Zeichens vierfacher Weltmeister. Für MOTORRAD kam wie im Vorjahr Sascha Eckert, dreifacher Deutscher Enduromeister und nun professioneller Testfahrer und Instruktor (www.saschaeckert.de), nach Spanien.

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