Matthias Motzek zur Yamaha YZF-R1 (Archivversion)

Mit der R1 in die verschneiten Dolomiten – das klingt wie ein Himmelfahrtskommando. Doch ein echter Sportler fühlt sich überall wohl, wo Asphalt ist. Mit Leichtigkeit geht es um weite Kurven, das Röhren der Underseat-Auspuffanlage beim Beschleunigen am Kurvenausgang lässt meine Gänsehaut sprießen. Krasser Gegensatz: Der Auspuff heizt den Po auf. Die Sitzheizung konnte man auf der Ausfahrt aber gut gebrauchen. Leider konnte ich kein richtiges Vertrauen zum Hinterreifen aufbauen. Mein Kritikpunkt: die Getriebeabstufung. Für solche Strecken müsste der erste Gang kürzer übersetzt sein. Dass die R1 bei 5000/min noch ein großes Brikett nachlegt und vorher etwas verhaltener zur Sache geht, daran hab’ ich mich eigentlich nie gestört. Allererste Sahne ist das Fahrwerk. Dieses Feedback – wunderbar. Trotz ihrer Rennstrecken-Bestimmung bieten die Federelemente sehr guten Komfort. Abgesehen davon, dass die Handgelenke schon am ersten Tag schmerzten, wäre die R1 jederzeit wieder meine erste Wahl.

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