Max Neukirchner nimmt den Leser mit auf seine Runde

Max Neukirchner nimmt den Leser mit auf seine Runde (Gesamtlänge: 4005 Meter).

Ende Start-Ziel stehen rund 290 km/h an, hartes Anbremsen, anschließend mit 180 durch die erste Links, die schnellste Kurve, die es überhaupt auf diesem Circuit gibt. Denn Valencia ist eigentlich ein Stop-and-go-Kurs. Brutales Anbremsen auf die Doohan-Kurve (1). Sie wird spitz angefahren – Highsider-Gefahr. Im folgenden leichten Linksknick
innen an den Kerbs halten. Für die enge Rechts (2) gilt: spät reinfahren, sehr früh wieder aufrichten – wer’s kann, sollte die Kurve danach im Drift nehmen. Sie ist ideal dafür. Sehr viel Schwung mitnehmen in die folgende lange Linkskurve – spät reinfahren, spitz rausbeschleunigen. Sonst fehlt der Schwung für die Gerade. Die
folgende Links (3) wird mit zirka
160 km/h durchfahren. Am Ende der Geraden kommen Profis mit zirka 260 km/h an und halten sich innen. Der nachfolgende Sektor (4) besteht eigentlich aus drei verschiedenen
Radien, wird aber in einem durchfahren. Denn: Wer hier mehrmals
zur Kurskorrektur aufrichtet, verliert Zeit. Achtung: Bergabkuppe – Gefahr für Vorderrad-Slides. Mitte des nachfolgenden Rechtsknicks das Gas leicht zurücknehmen und dann spät in die enge Rechtskurve (5) rein.
Hier ganz weit nach außen treiben lassen, um anschließend sehr spitz wieder rauszufahren. Nicht zu lange in Schräglage bleiben, sondern schnell aufrichten und dann ans Gas. Viel Speed mit auf die Gerade
nehmen, in der folgenden Rechtskurve schon auf den lang gezogenen Linksbogen (6) vorbereiten.
Der ist heimtückisch, verfügt über eine Kuppe, bei der man schnell übers Vorderrad rutschen kann und sehr wenig Grip am Hinterrad hat. Jetzt geht es leicht bergab, sehr spitz
in die letzte Links vor Start und Ziel fahren, um den ganzen Schwung mit auf die Gerade zu nehmen.

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