Megamoto Megamoto-Motorräder

Sportlich gesehen hängt das Projekt Megamoto – eine Supermoto-ähnliche Rennserie mit leistungsstarken Maschinen – in der Luft. Ob sie je gestartet wird, kann derzeit niemand sagen. Einstweilen beflügelt diese geplante Serie bei den Initiatoren BMW und KTM die Fantasie der Entwickler. So präsentierte BMW als Überraschung und fünfte Neuheit
neben den drei Einzylindern und der
K 1200 R Sport auf der Intermot eine HP2 Megamoto, KTM brachte die R-Version der 950 Supermoto nach Köln.
Schön zu sehen, dass die bayerische
Megamoto nicht einfach nur eine HP2 Enduro mit dem ohnehin schon ange-
botenen 17-Zoll-Radsatz geworden ist,
sondern auf eigenen (Feder- und Gabel-)
Beinen fährt. Vorn kommt eine 45er-Upside-down-Gabel von Marzocchi mit 160 Millimeter Federweg zum Einsatz, hinten ein Öhlins-Federbein mit 180 Millimetern – gegenüber der Enduro stark gekürzt. Passend zum sportlichen Straßeneinsatz trägt die Megamoto 3,5 und 5,5 Zoll breite Gussräder mit 120er- und 180er-Reifen.
Ob von der Enduro auch das eine oder andere Motor-Leistungsteil stammt, verrät BMW nicht, wohl aber eine Spitzenleis-tung von 113 PS. Der Megamoto-Motor wäre demnach der zweitstärkste Boxer nach dem der R 1200 S, und mit einer serienmäßigen Akrapovic-Auspuffanlage ist er bestens instrumentiert.
Optisch bleibt die HP2 Megamoto eng am preisgekrönten Design der Enduro, setzt jedoch mit einer kleinen Lampenverkleidung und leicht variierten Seitenteilen am Tank andere Akzente. Beiden gemeinsam bleibt ihre Exklusivität. Durch einen großen Anteil an Handarbeit beim Bau der HP-Modelle werden die Stückzahlen automatisch limitiert, der Preis dürfte wie bei der Enduro satt über 16000 Euro liegen, steht aber noch nicht fest.
Obgleich auch ihr Preis noch nicht fix ist, lässt sich eins schon mit Sicherheit sagen: Die KTM 950 Supermoto R wird günstiger angeboten als die BMW, vermutlich für unter 12000 Euro. Gegenüber der Normalversion zeichnet sie sich durch straffer abgestimmte Federelemente und eine schmalere Sitzbank aus. Sie wird nur in einsitziger Variante angeboten, sagt KTM. Und zeigt sie uns als Zweisitzer. Der Tank fasst statt 17,5 nur 14,5 Liter, entsprechend schmaler wurde die Frontpartie, die sich zusätzlich durch frei liegende Lufteinlässe von der Normalversion unterscheidet.
Der 942er-V2, der so wunderbar spritzig hochdrehen kann, bleibt unverändert.

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