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Zurückgeblättert ins Jahr 1988.

Heute ein Youngtimer Zurückgeblättert in den MOTORRAD-Jahrgang 1988

Im Vierteljahrhundert seit 1988 hat sich viel getan. Viele Bikes von damals wirken noch heute taufrisch oder sind auf dem Weg zum Klassiker.

Foto: Archiv

Heute ein Youngtimer

Mit 25 Jahren...
...da fängt das Leben an, mit 25 Jahren, da hat man Spaß daran. Motorräder, die vor einem Vierteljahrhundert das Licht der Welt erblickt haben, stehen an der Schwelle zum Liebhaberbike, zu beliebten Klassikern der Zukunft. Die wohl spektakulärste Neuerscheinung von 1988 hat es aufgrund ihrer Abstammung vom Rennbike und der wegen geringer Stückzahlen (nur 3000 wurden gebaut) garantierten Exklusivität inzwischen längst geschafft, Kultstatus zu erlangen: die Honda VFR 750 R, besser bekannt noch unter ihrem Typ-Kürzel RC 30. Die bildhübsch in HRC-Werkslackierung antretende 750er konnte technische Raffinessen und edle Werkstoffe en masse bieten, man denke nur an die Achs-Schnellverschlüsse, die ebenso hübsche wie stabile Einarmschwinge oder die Titanpleuel. Renntechnik für die Straße, die allerdings ihren Preis hatte: 25000 Mark musste hinblättern, wer die piekfein verarbeitete Renn-Replika haben wollte.

Auch Kawasaki konnte mit einer Neuheit aufwarten, der ein Platz in der Bike of fame-Galerie sicher ist. Die ZX-10 löste die GPZ 1000 RX ab und trumpfte mit massivem, sehr stabilem Alu-Brückenrahmen, raffinierter Ventilsteuerung (einfacher Austausch der Shims), weiter gesteigerter Leistung und einer bullig wirkenden, doch aerodynamisch ausgefeilten Vollverkleidung auf. Schon mit der freiwillig auf 100 PS beschränkten Leistung erreichte die ZX-10 tolle Fahrleistungen, mit den 139 PS der offenen Version zählte die Kawa zu den schnellsten Serienbikes überhaupt.

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Die üppig verschalte BMW K1 scheidet noch heute die Geister

Aerodynamik und Fahrkomfort - zwei der Hauptanforderungen im Lastenheft der BMW-Entwickler beim Nobel-Sporttourer K1. Technische Highlights und das auffällige Design der allzu üppig verschalten BMW erregten bereits bei der Vorstellung 1988 Aufsehen und sorgten für reichlich Medienpräsenz. Unter der aerodynamisch ausgefeilten Verkleidung arbeitet der stark modifizierte Reihenvierzylinder aus der K 100, mit Vierventilkopf und Einspritzung. Kardan, Paralever-Hinterradführung, Vierkolbenbremsen von Brembo, auf Wunsch erstmals mit elektronischem ABS - die Liste der technischen Finessen fällt üppig aus. Der Preis mit über 20 000 Mark aber auch.

Doch nicht nur Sportfans kamen 1988 auf ihre Kosten, auch Endurofahrer freuten sich über Neuerscheinungen. Honda beglückte die Welt mit zwei weiteren Modellen - der Reise-Enduro Africa Twin 650 und der leichten Alltags-Enduro NX 650 Dominator.

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Die Suzuki DR 750 S hat es vorgemacht: Der Entenschlabel-Kotflügel stammt von ihr

Als eine Art Zwitter aus Enduro und Straßensportler betrat die Yamaha TDR 250 die Bühne. Der giftige Zweitakter aus der TZR 250 steckte im gemäßigt hochbeinigen Enduro-Chassis, der Grundstein für die Gattung der leichten, spritzigen Funbikes war gelegt. Ebenfalls neu und spektakulär: Die Suzuki DR 750 S, mit dem damals hubraumstärksten Einzylindermotor in Serie. Auffällig und bis heute sprichwörtlich: der Entenschnabel-ähnliche Kotflügel über dem Vorderrad.

Und natürlich trumpfte BMW mit der (heute legendären) R 100 GS auf, mit der neuen Paralever-Schwinge und der satten Durchzugskraft des Einliter-Boxers, welche R 80 G/S-Fahrer oft vermissten. Mit dem dicken 26-Liter-Tank mutierte die GS nun endlich zur (beinahe) perfekten Reise-Enduro. Was sie auch heute noch immer zum beliebten Begleiter auf Reisen um die Welt macht.

Der Red Porsche Killer - bis heute ein Kult

Ach ja, den meisten wohl ebenfalls noch in Erinnerung: Der Red Porsche Killer, Comicfigur Werners Bike zum Porsche-Abledern - geschätzte 140 PS, 2230 Millimeter Radstand, 240 Kilogramm schwer. Auch dieses legendäre Show-Rennen liegt bereits 25 Jahre zurück. Wie die Zeit vergeht ...

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