Modellgeschichte (Archivversion)

Als BMW im Herbst 1987 die R 100 GS zusammen mit ihrer kleinen Schwester R 80 GS präsentierte, galt die 60 PS starke Tausender als stärkste und schnellste Enduro auf dem Markt. Technisches Highlight der knapp 13000 Mark teuren Maschine war die Doppelgelenkschwinge namens Paralever, welche die lästigen Kardanreaktionen auf ein Minimum reduziert und mittlerweile fast allen Kardanmodellen der Münchner zu eigen ist. Neu waren ebenfalls die Kreuzspeichen-Felgen, deren geschlossenes Felgenbett die Montage schlauchloser Reifen ermöglicht.Die R 80 GS mit 50 PS kostete 2000 Mark weniger als die technisch identische Tausender, musste aber auf Sturzbügel, Ölkühler, Seitenständer und Windschild verzichten. Klagen über das zu harte Federbein beider Modelle konterte BMW noch im ersten Jahr mit einer weicheren Feder. Zum Modelljahr 1989 bekam der Topseller die Paris-Dakar-Variante zur Seite gestellt, die mit 35-Liter-Tank, rahmenfester Verkleidung samt Rechteckscheinwerfer, Instrumentenkonsole mit Drehzahlmesser und Uhr, vergrößertem Motorschutz, Kotflügelverbreiterung und Einzelsitzbank eine deutliche Aufwertung erfuhr. Breitere Trommelbremsbeläge waren 1990 die einzige Modifikation. Wesentlich umfangreicher fiel die Modellpflege 1991 aus: Seitdem ziert die rahmenfeste Cockpitverkleidung der Paris-Dakar-Version auch die Standardmodelle. Neu waren auch die großen Rundinstrumente mit serienmäßigem Drehzahlmesser, die Lenkerarmaturen der K-Modelle, das Lenkkopflager mit Feingewinde, der versenkte Tankdeckel, eine komfortablere Sitzbank, das Bilstein-Federbein mit zehnfach einstellbarer Zugstufendämpfung, der Schalldämpfer aus Edelstahl, sowie – auf Wunsch - das Sekundär-Luft-System (SLS). Bis zum angekündigten Auslaufen der Zweiventil-Boxer Ende Juli 1994 gab es bei den GS-Modellen keine technischen Änderungen mehr. Dies hinderte BMW jedoch nicht daran, zum Modelljahr 1995 noch einmal vier Zweiventil-Boxer als sogenannte Abschiedsmodelle zu präsentieren, darunter die R 100 GS Paris –Dakar in Avusschwarz. Definitiv Schluss war sogar erst am 19. Dezember 1996, als mit einer R 80 GS Basic der letzte Zweiventil-Boxer vom Berliner Band rollte und damit eine Ära beendete.Die BMW R 100 GS/Paris-Dakar in MOTORRAD:T 4/88; LT 3/89; VT 10/89; VT 14/90; MR 19/90; GK 3/91; KV 6/91; VT 14/92; VT 15/93Die BMW R 80 GS in MOTORRAD:T 26/87; VT 13/88; VT 20/89; MR 19/90; GK 3/91; KV 6/91; KT 14/96 (R 80 GS Basic)

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