Moto Guzzi Breva 750 (Archivversion)

V-Zweizylinder, 744 cm3, 49 PS bei 6800/min, 55 Nm bei 3600/min, Fünfganggetriebe, Kardanantrieb, Gewicht 198 kg, 0–100 km/h 6,2 sek, Höchstgeschwindigkeit 170 km/h, Verbrauch 4,5 Liter/100 km (Super), Preis 7990 Euro

Noch immer umweht die Marke Moto Guzzi ein Hauch von Mythos. Modelle wie die sportliche Le Mans oder der
Tourer California waren lange Zeit die Zugpferde der Italiener. Die sind allerdings nicht für 8000 Euro zu haben. Für zehn Euro weniger wohl aber eine Breva 750, die ebenfalls den für Guzzi charakteris-
tischen, quer zur Fahrtrichtung einge-
bauten V2 im klassischen Doppelschleifenrahmen trägt.
Der unverkleidete Allrounder mit wartungsarmem Kardanantrieb will guter Kumpel und Antwort auf Suzukis SV 650 sein. Und er versprüht reichlich Charme. Gleich nach dem Start kommt Guzzi-Feeling auf. Im Stand schüttelt sich der Twin zunächst wie ein nasser Hund. In Fahrt läuft er so seidenweich rund, wie man es von einem Zweizylinder gar nicht erwartet. Auch
das Getriebe lässt sich weich schalten, und die Guzzi-typischen Lastwechsel- und Kardanreaktionen bleiben bei diesem Modell aus. Mit 49 PS ist die Breva 750 zwar nicht üppig, aber gut genug motorisiert, um jegliche Alltagssituation ordentlich zu meistern.
Auffälligste Eigenart der Breva: Sie lässt sich ungewöhnlich leicht und direkt lenken. Ein kinderleicht zu fahrendes Motorrad. Fast wirkt sie kippelig. Ihre einzigen Schwächen: Die Federung dürfte etwas mehr Dämpfung vertragen, und
die Bremsen sind für den Zwei-Personen-Betrieb etwas schwach ausgelegt.

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