Moto Guzzi Le Mans-Umbau von Ritzinger (V) (Archivversion)

Seit 1990 ist Karl Ritzinger Guzzi-Maniac. Als ein Bekannter seine Le Mans I mit immerhin 100000 Kilometern zum einstigen Neupreis von 10000 Mark anbot, konnte der ehemalige Karosseriebauer nicht widerstehen. Nach einem schweren Motorradunfall viele Jahre bikeabstinent, »hatte ich vor dem Wiedereinstieg Lampenfieber wie ein ein Junge beim ersten Date«. Inzwischen hat der 44-Jährige mit seiner » ewigen Baustelle« 100000 Kilometer abgespult. »Dabei komme ich vor lauter neuen Umbauten eigentlich gar nicht genug zum Fahren.« Als nächstes steht die Umrüstung auf spielfreie Mikuni- statt der original Dellorto-Vergaser und 17-Zoll-Felgen an. »Mit den schmal dimensionieren 18 Zöllern gehen dir bei der Beschaffung von geeigneten Neureifen fast die letzten Haare aus.« Die Frage, ob er sich für die bisher angefallenen Kosten nicht gleich eine ladenneue Ducati 916 hätte kaufen sollen, stellt sich Karl Ritzinger nicht. »Das hätte ich meinen Angehörigen nach dem Unfall nicht antun können. Die alte Guzzi sah vor den Umbauten viel gemütlicher aus. Und außerdem hätte ich da nicht genug zu schrauben gehabt.« Erfahrene Ducati-Besitzer werden sich hüten zu widersprechen.

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