Moto Guzzi Mille GT (GK) (Archivversion) Lesererfahrungen

Mille GT-Fahrer sind sehr tolerant gegenüber ihrem Fahrzeug: Defekte Tacho- und Drehzahlmesserwellen, gerissene Gaszüge und kaputte Kreuzgelenke bringen sie noch lange nicht aus der Ruhe.

Gravierende Schäden an meiner Mille GT, Baujahr 1987, sind nach mittlerweile 72000 Kilometern nicht aufgetreten. Bei den Inspektionen - die Intervalle sind recht kurz - hat man Gelegenheit, überall nach dem Rechten zu sehen. Immer schön die Seilzüge schmieren und die kurzen Verteilerzüge zu den Vergasern vor Saisonbeginn wechseln. Die Mille ist ein Motorrad für Individualisten, die ihr Fahrzeug gerne selbst warten. Ein uriger Zweizylinder, der noch richtig schüttelt, mit einer Akustik, die süchtig macht.Josef Bernauer, Erlstätt-GrabenstättMeine Mille GT kaufte ich im Herbst 1990 neu. Seitdem habe ich 40000 Kilometer zurückgelegt, größtenteils zu zweit mit viel Gepäck. Ein gebrochener Ölabstreifring und ein kaputter Anlasser waren der einzige Ärger. Im Frühjahr 1995 wurden Stahlflexbremsleitungen und eine Ölwanne mit außenliegendem Filter eingebaut. Mit etwas Pflege erreichen die Seilzüge und Wellen eine passable Lebensdauer. Die Verschleißteile sind recht billig und die Wartung von Motor und Antrieb geschehen im Handumdrehen, so daß zusammen mit dem niedrigen Verbrauch (4,5 bis fünf Liter) die Unterhaltskosten gering sind.Andreas Blasmann, Regensburg100 Mark TipDas Los hat entschieden: Die 100 Mark erhalten Gisela und Georg Fraidling aus DiedorfNoch vor der Auslieferung wurden bei meiner im März 1988 neu gekauften Maschine ein flacherer Lenker der SPII und ein Steuerkettenspanner montiert. Außerdem kürzte ich den Seitenständer, verlängerte die Spiegelarme und baute Benzinhähne mit Reservestellung an. Bisher mußten folgende Teile ersetzt werden: Lampen, Züge, Wellen, Kontakte, Zündkerzen, Stoßdämpfereinsätze, Schaltautomat und Kreuzgelenk. Fazit: Ein Motorrad mit ehrlichem Charakter, guter Sitzposition für Fahrer und Beifahrer und dem Verlangen nach einer liebevollen Schrauberhand. Die Mille GT (42000 Kilometer) hat mich noch nie total im Stich gelassen - diverse kleine Mängel lassen aber Zweifel an der Zuverlässigkeit aufkommen.Siegfried Rüstig, Pattensen-JeinsenNach einer Probefahrt Mitte 1988 kaufte ich kurzentschlossen meine Mille GT. Sie ist ein durchzugstarkes, tourentaugliches Motorrad, das auch großen Fahrern eine bequeme Sitzposition bietet. Der niedrige Benzinverbrauch von zirka sechs Litern auf 100 Kilometer (auch bei Soziusbetrieb) ermöglicht große Reichweiten. Die Original-Rückspiegel taugen gar nichts und wurden durch BMW-Spiegel ersetzt. Bei 50000 Kilometer wurden Auslaßventile und Steuerkette erneuert und der Motor auf Bleifrei-Betrieb umgerüstet. Die Mille GT ist ein charakterstarkes Motorrad mit Seltenheitswert und hervorragender Soziustauglichkeit.Manfred Steinhausen, Pulheim

Artikel teilen

Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote