Motocross-Modelle 2008 Spritztour

Selbst wenn sich die aktuelle Offroad-Saison erst auf der Startgeraden befindet – für die Hersteller hat das Modelljahr 2008 längst begonnen. Schließlich rollen die Motocross-Maschinen des kommenden Jahrgangs in der Regel bereits im August von den Produktionsbändern. Eine Vorschau auf die kommende Technik liefern die von den Herstellern offiziell in der japanischen Motocross-Meisterschaft eingesetzten Motorräder.

Technisch dürfte die nächste Saison ein Schlagwort dominieren: Benzineinspritzung. Außer Kawasaki setzten beim ersten japanischen Meisterschaftslauf in Sugo sämtliche Hersteller in beiden Hubraumklassen (250 und 450 cm3) Motoren mit Benzineinspritzung statt dem bislang marktbeherrschenden Flachschieber-Vergaser von Keihin ein. Im Gegensatz zu den bereits bei den Sportenduros von Gas Gas und Sherco verwendeten Einspritzsystemen von Magneti Marelli kommen die Einspritzanlagen in den Japan-Crossern ohne Batterie aus. Seit 2005 wird dieses Konzept bereits in Viertakt-Trialmaschinen von Montesa-Honda eingesetzt. Auch die 450er-Quads einiger Hersteller, angetrieben von den gleichen Motoren wie die Crosser, verfügen bereits über Einspritzanlagen.

Davon abgesehen halten sich die Überarbeitungen in bescheidenen Grenzen. Spektakuläre Neuerungen sucht man vergebens. Einzige Ausnahme: Suzuki. Wie es Honda seit Jahren vorexerziert, suchen auch die Gelben mit schlankeren Profilen beim Alu-Brückenrahmen nach dem optimalen Kompromiss zwischen Stabilität und Flexibilität. Obendrein werden die RM-Z-Crosser mit luftigeren Kunststoffteilen modernisiert.

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