Motorrad des Jahres 2005: Ergebnis und Feier (Archivversion)

Bei der Wahl zum Motorrad des Jahres stimmen die Teilnehmer nicht allein für ihre Lieblingsmaschinen in sieben Klassen. Sie bewerten
zudem die Marken nach vorgegebenen Imagekriterien. Diese Angaben werden der Industrie anlässlich der Preisverleihung präsentiert.
Hier präsentieren wir sie Ihnen, liebe Leserinnen und Leser.

Seit sieben Jahren, seit es die Leserwahl gibt, haben sich die Bewertungsprofile nicht wesentlich verändert. Dass BMW auch heuer hohe Sicherheitsstandards und fortschrittliche Technik
zugeschrieben werden, muss von daher
nicht verwundern. Überraschend aber, wie
stark die Bewertungen der Fahrer der Marke (blaue Balken) sich zum Teil von der
Meinung der Gesamtheit der Wähler (rot) unterscheidet. Eklatant sind die Differenzen etwa in der Beurteilung des BMW-Designs und der Markensympathie. Trotzdem hat es bei allen Marken graduelle Veränderungen gegeben.
Honda zum Beispiel hat es geschafft, mit der CBF 600 (ABS) nicht nur einen
Verkaufshit zu landen, sondern auch das Image zu verbessern, und zwar in Sachen Umweltverträglichkeit und Sicherheit. BMW wiederum attestieren mehr Wähler als
bisher, dass die Motorräder gut aussehen. Und sie schreiben der Marke ein sportlicheres Profil zu – obwohl BMW nicht
einen wirklichen Sportler im Programm hat. Ein Erfolg der aktuellen Image-Kampagne.
Was die Markensympathie angeht, sticht Yamaha mit einem Zuwachs von über fünf Prozent alle Konkurrenten aus und hat sich hinter Honda einen stabilen zweiten Platz erarbeitet. Furios überholt hat Yamaha alle Marken, Honda eingeschlossen, in der Kategorie »Im Motorsport erfolgreich«. 35 Prozent dachten
das im letzten Jahr, heuer fast 74. Rossi – was sonst?
Ducati verzeichnet an die zehn Miese bei »Gutes Aussehen« und mehr als fünf bei »Ich mag die Marke« – Multistrada
und 999. Bei KTM ist es die »Gute Verarbeitung«, die so gut nicht mehr ist, meinen speziell die KTM-Fahrer: minus acht
Prozent. Fast genau so viel büßen hier Harley-Davidson und Ducati ein. Die Kultmarke MZ hingegen überzeugt ihre Fahrer mit Fertigungsqualität: plus 17 Prozent. Schade für MZ, dass das jetzt viele wissen, aber kaum einer richtig erfährt.

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