Leserwahl: die Gewinner stehen fest Motorrad des Jahres 2010

Hoch die Tassen: 33352 MOTORRAD-Leser haben gewählt, und das Ergebnis in der Beliebtheitsskala der besten Bikes ist eindeutig – die europäischen Hersteller dürfen die Korken knallen lassen. Einer davon ganz besonders. Doch dort greift man beim Feiern statt nach Schampus traditionell eher zum Weißbier.

Foto: MRD
"BMW – mehr sog i net." So mag in Süddeutschland mancher dieses Ergebnis kommentieren. Unter 199 Bewerbern war die Münchner Marke mit 15 Modellen angetreten, von denen es über die Hälfte, nämlich acht, unter die jeweils ersten Fünf ihrer Kategorie schafften und fünf davon sogar auf Platz eins. Hut ab, stolze Leistung. Blicken wir zurück: In Heft 24/2009 hatte MOTORRAD seine Leser um Abstimmung gebeten. In acht Kategorien galt es, das jeweilige Motorrad des Jahres 2010 zu wählen. 33352 Leser ergriffen die Chance und machten mit. Schließlich wurden unter allen Teilnehmern 150 Preise im Gesamtwert von über 32000 Euro verlost, und ein ganz besonders Glücklicher wurde per Los zum stolzen neuen Besitzer einer brandneuen BMW S 1000 RR. Der Hauptgewinner steht fest und wurde bereits benachrichtigt, wer der Glückspilz ist, steht in der nächsten Ausgabe; die Sachpreise werden in den kommenden Tagen zugeschickt.
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Sieht man sich näher an, wie die 33352 MOTORRAD-Leser abgestimmt haben, fällt neben der BMW-Dominanz auf, dass es den japanischen Herstellern nicht gelungen ist, sich in der Lesergunst weit vorn zu positionieren. Nur ein erster Platz für Japan, das sollte zu denken geben. Dass es Yamaha mit seiner YZF-R 125 geschafft hat, den Kategorie-Sieg mit der – abgesehen von den Rollern – größten prozentualen  Mehrheit einzufahren, spricht dafür, dass MOTORRAD-Leser den Mut zum Besonderen auch besonders belohnen: Noch nie gab es eine kräftigere und erwachsener gestylte 125er als diese. Ist es also rein die Emotion, die zählt? Kann man so sicher auch nicht sagen. Kawasaki zum Beispiel steht nicht gerade im Ruf, emotionslose Motorräder zu bauen. Dennoch hat es nur eine einzige Kawa geschafft, in einer Kategorie wenigstens unter die ersten fünf Plätze zu kommen. Auch Suzuki kann nur mit einem mageren dritten Platz bei den Rollern punkten, und selbst Hondas wichtigstes Neumodell 2010, das mit großem Aufwand in den Markt gebrachte Flaggschiff VFR 1200 F, hat es nicht ganz nach oben aufs Treppchen geschafft, musste sich der etwas konservativer auftretenden BMW K 1300 S geschlagen geben.

Überhaupt BMW: reihenweise gewinnen sie in jüngster Zeit Vergleichstests, stellen mit der GS seit Jahren den Dauer-Bestseller in Deutschland, und haben mit der S 1000 RR die Leistungslatte der Supersportler auf 200 PS hochgelegt. Andererseits provozieren die Münchner unter den MOTORRAD-Lesern auch viel Widerspruch (siehe Leserbriefe der letzten Ausgaben), den die große, bisher schweigende Masse aber augenscheinlich so gar nicht teilt. Wie reagiert der Bayer? Sagt „passt scho“, tut sich – ganz Südländer – mit den Italienern zusammen, denn auch Ducati, Aprilia und Vespa/Piaggio stehen nicht eben schlecht da, und lässt den (Kron-)Korken knallen.

Motorrad des Jahres 2010: die Ergebnisse

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