Motorrad-Flops (Archivversion) Flop-Stars

Sie haben gewählt, liebe Leserinnen und Leser. Und so die zehn größten Zweirad-Flops der Neuzeit aus 22 Vorschlägen bestimmt. Warum diese Bikes in der Gunst des Publikums nicht vorn lagen und welche Vorteile sie trotzdem boten, hat MOTORRAD für Sie recherchiert. Aber lesen Sie selbst...

Bei den Filmfestspielen wird der schlechteste Streifen am Vorabend der Oscar-Verleihung mit der »Goldenen Himbeere« gekürt. Im Motorradbereich ist das bislang ausgeblieben. Zumindest offiziell. Allerdings gibt es einige Modelle, die scheinbar am Kunden vorbei entwickelt wurden – der Verkaufserfolg blieb aus. Dafür kann es vielerlei Gründe geben. In den meisten Fällen hatte es allerdings etwas mit Mut zu tun.
Mut, etwas Neues zu wagen. So kamen etwa aus der bayerischen Innovations-Schmiede viele Ideen, die ihrer Zeit vielleicht voraus waren. Der überdachte Roller C1 beispielsweise, die vollverkleidete und aerodynamisch optimierte K1 oder auch die F 650 CS Scarver: Alle am Geschmack des Publikums vorbei.
Manche Bikes floppten auch, weil das Motorrad nicht mit dem Image des Herstellers übereinstimmte. Ducati wagte mit der Indiana den Sprung ins Cruiser-Geschäft und versuchte, sich mit der Multistrada ein großes Stück vom Endurokuchen abzuschneiden. Letzteres wollte auch Buell mit der Ulysses. Es misslang. Dass Mut in technischer Hinsicht manchmal ebenfalls nicht belohnt wird, musste Yamaha spüren. Die aufwendige Achsschenkellenkung brachte der GTS 1000 weder im Fahrbetrieb noch gegenüber der Konkurrenz spürbare Vorteile.
Neben reibungslos funktionierender Technik ist letztlich auch die Optik entscheidend, denn nicht wenige Käufer lassen sich vom Bauch leiten. Wenn’s beim Anschauen kribbelt, dann kann die Maschine noch so dick sein, zu wenig PS haben oder schlechter als die Konkurrenz ums Eck biegen. Dann ist es Liebe.

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