MOTORRAD sucht den Alpenkönig, Teil 2 (Archivversion) Alpen-Masters 2006, 2. Teil

Der große Alpen-Test geht in die zweite Runde: Am Stilfser Joch werden die Sieger bei den Big Bikes und Enduros/Funbikes
ermittelt. Und im Finale gilt es dann: Welche der fünf Besten der jeweiligen Kategorie ist die ultimative Maschine für die Berge?

Einer wird gewinnen – einzig und allein diese Tatsache stand vor Beginn
des großen Alpen-Masters 2006 fest. Aber
welches Motorrad kann sich letzlich durchsetzen: ein wendiger Allrounder, ein knackiger Sportler, vielleicht ein komfortabler Tourer, eine vielseitige Enduro oder gar das klassische Big Bike?
Ingesamt zwanzig Maschinen, gleichmäßig verteilt auf die fünf Kategorien, stellten sich in diesem Jahr der ultimativen
alpinen Challenge, in der es einmal um
etwas andere Qualitäten als sonst in Tests und Vergleichstests geht. Aspekte wie Wirtschaftlichkeit und Umwelt etwa spielen beim Alpen-Masters keine Rolle und fallen komplett unter den Tisch. Der Schwerpunkt liegt stattdessen eindeutig auf der Eigenschaftswertung unter den besonderen Verhältnissen im Gebirge, eine spezielle Punktewertung soll diese abbilden.

Spezialisten chancenlos
Ein Alpenkönig muss mit widrigsten Verhältnissen zurechtkommen, anspruchslos sein, aber es auch nicht an Dynamik vermissen lassen. Touristische Qualitäten sind ebenfalls gefragt, schließlich will man ja
tagelang ohne Sitzbeschwerden das kurvenreiche Terrain genießen. Demzufolge haben es Spezialisten und Charakter-
modelle unter solchen Bedingungen eher schwer, Allround-Eigenschaften ohne spezifische Schwächen bieten Vorteile.
Das Testareal rund um das legendäre Stilfser Joch beinhaltet alles, was die
Alpen an straßenbaulicher Varianz zu bieten haben. Es beginnt mit den unendlichen Spitzkehren der Passstraße, auf der die gesamte Automobilbranche ihre Bremsentests durchführt. Anschließend kann sich die Testmannschaft am Umbrail-Pass,
der knapp unterhalb der italienischen Passhöhe abzweigt und in die Schweiz hinüber führt, austoben. Zwischendurch gibt es sogar eine längere Schotterpas-sage. Unten im Tal folgen schnelle Passagen mit zügigen Wechselkurven, längere Geraden gönnen schwindligen Testern auch mal etwas Erholung. Damit ist die Runde schon beinahe abgeschlossen,
es geht zurück zum Ausgangspunkt, dem Biker-Hotel Tannenheim in Trafoi am Fuß des Passo Stelvio.

Finale furioso
Die Klassenbesten in den Sparten Allrounder, Sportler und Tourer wurden bereits
im ersten Teil (MOTORRAD 17/2006) gekürt, nun fehlen für das Finale noch die beiden Vertreter in den Disziplinen Endu-ros/Funbikes und Big Bikes. Diese fünf Kandidaten bestreiten dann das große
Finale, in dem die Karten neu gemischt werden. Denn hier dreht es sich nicht mehr allein um Punkte, die fünf Fahrer lassen in ihre Platzierung subjektive Bewertungen einfließen. Das bedeutet keineswegs, dass die Punktewertung völlig außer Acht ge-lassen wird, sondern gibt bei diesem Konzeptvergleich die Möglichkeit, bestimmte Kriterien anders zu gewichten. So können prägnante Stärken oder Schwächen eine durchschlagende Wirkung erhalten. Weshalb es am Ende gegenüber der reinen Punktewertung zu geringfügigen Verschiebungen kommen kann. Aber lassen Sie sich einfach überraschen!

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