Motorradfeste von BMW, Ducati und Harley-Davidson Motorradtreffen im Frühsommer

Im Frühsommer steigen die großen Markentreffen. Ob BMW in Garmisch, Harley in Hamburg oder Ducati in Misano feiert - MOTORRAD-Mitarbeiter sind dabei. Die Harley Days locken eine halbe Million Besucher, die Fans der Zwangssteuerung zeigen an der Adria überschäumende Begeisterung, und die weiß-blaue Welt wird auch in Bayern farbenfroher.

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BMW Motorrad Days

Aller guten Dinge sind - zwölf. So oft nämlich fanden die BMW Motorrad Days inzwischen statt, und Garmisch-Partenkirchen im bayerischen Kernland hat sich als Austragungsort bestens bewährt. Die Party ist so bunt wie die 35 000 BMW-Fans, und die wiederum sind so vielseitig wie das Modellprogramm: Weltreisende mit schwer aufgerüsteten GS-Modellen aller Jahrgänge, Rennstreckenfreaks mit Leichtbau-Superbikes, lässig umgebaute Zweiventil-Boxer im Rockabilly-Stil und Einzylinder zwischen R 23 und G 650 teilen sich das Gelände. Die Klassik-Fans finden im History-Zelt die Aushängeschilder vergangener Tage aufgereiht. Die Umbaufreunde der Fraktionen „Möglichst viel Zubehör“ und „Möglichst wenig Gewicht“ stehen sich in der Sache unversöhnlich, aber freundlich flachsend gegenüber.

Als der Erste versucht, den traditionellen Garmisch-Schauer mit einem offenen Auspuff zu verscheuchen, stimmen alle Fraktionen im Kanon ein. Stuntprofi Chris Pfeiffer und die Freestyle-Combo Upforce loten die Grenzen der Fahr- und Flugphysik aus. Wer lieber selbst zum Lenker greifen will, kann aktuelle BMW-Modelle auf geführten Touren in die -Umgebung oder auf einem Offroad-Parcours- oberhalb des Festgeländes ausprobieren. Schlummertrünke auf Hopfenbasis werden im Festzelt bis tief in die Nacht gereicht, lautstark untermalt von gar nicht arg bayerischer Rockmusik. Erst kurz vor Sonnenaufgang wollen die Letzten in ihre Zelte oder Hotelzimmer gekrochen sein. 2013? Natürlich wieder in Garmisch. Mehr Infos im neuen MOTORRAD BMW SPEZIAL (ab 5. September am Kiosk). Manuel Fuchs

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World Ducati Week

Grenzenlose Euphorie herrscht bei der World Ducati Week am Misano World Circuit. Der rote Funke springt sekundenschnell selbst auf wenige neutrale Besucher über, die sich zur Adria-Rennstrecke verirren. Die überwiegende Mehrheit der 65 000 Besucher aber ist gezielt hier, manche kommen gar aus Nepal, Indien oder Australien. Konzerte, Stars wie Rossi und Bayliss, Stuntshows, Drag Races oder Bike Wash sorgen für Unterhaltung, auf der Rennstrecke werden 11520 Runden abgespult, am Fanshop stehen Ducatisti mit Engelsgeduld Schlange, um sich mit T-Shirts oder Bike-Zubehör einzudecken. Dazu eine unglaubliche Anhäufung von Ducati Monster, Multistrada, Diavel oder Streetfighter sowie von Klassikern wie 900 SS, Paul Smart 1000 oder Scrambler. Manche beobachten skeptisch den Drang zur Masse, wie ihn Ducati-Chef Gabriele Del Torchio mit Blick auf neue Märkte und immer mehr Modelle auf der Bühne von Riccione stolz ankündigt. Der Südtiroler Vollblut-Ducatista Egon Kröss aus Bozen ist seit 18 Jahren von der Kultmarke besessen und sagt mit voller Überzeugung: „Auch wenn sie mehr Motorräder bauen und die Technik weniger eigenwillig ist als früher - Ducati bleibt immer Ducati.“

Hamburg Harley Days

Das „Harley Village“ platzt am Samstag aus allen Nähten. Der Veranstalter spricht von 70 000 Harleys und einer halben Million Besucher. Tausende von Maschinen glänzen in der Sonne, während sich auf der Bühne Jessy Martens und ihre Band die Finger wund spielen. So mancher brave Hamburger Bürger, der seine Familie zum Rocker-Gucken ausgeführt hat, zückt seinen Geldbeutel angesichts der Harley-Devotiona-lien. Bei der Ride-In Bike Show präsentieren Customizer Motorräder, die von gepimp-ten V-Rods über klassische Old-School-Chopper, Bobber und Bagger bis zum Nachbau des einstigen Harley-Davidson Superbikes VR 1000 reichen. Ob allgemeiner Trend oder regionale Besonderheit, Typen, die dem alten Klischee vom Harley-Fahrer entsprechen - mit Kutte, Bierbauch, Rauschebart, Stahlhelm und grauem Zopf -, sind in Hamburg genauso in der Minderzahl wie hohe Apehanger an den Harleys. Gepflegte Gesichtshaut mit Sonnenbrille unterm lederbezogenen Jethelm dominiert, flache Drag Bars und Beach Bars sind offensichtlich angesagt. Nicht unbedingt Funk auf der gleichen Wellenlänge, aber gegenseiti-ge Toleranz wird gepflegt. Letzere wird auf die Probe gestellt, als bei der Premiere des Pole Dance Cups Jacqueline Siemsen gewinnt, die Bewerberin mit dem geringsten akrobatischen Talent. Vom 21. bis 23. Juni 2013 gibt es zwei Jubiläen: 110 Jahre Harley-Davidson und zehn Jahre Hamburg Harley Days.

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