Motorradtechnik der Zukunft: Reportage (Archivversion)

BMW: Die genannten Drehzahlen dürften derzeit die Obergrenze
des mechanisch Machbaren für Serienmotorräder sein. Pneumatische
Ventilfedern sind aus Wartungs- wie Lebensdauergesichtspunkten
für den Serieneinsatz in naher Zukunft nicht zu erwarten.
Ducati: Es gibt keine wirkliche Drehzahlgrenze, sie hängt ab von
der Ventilgröße und daher dem Gewicht der Ventile sowie vom Nocken-
profil. Pneumatisch unterstützte Ventilfedern sind beim derzeitigen Stand der Technik zu kompliziert für Serienmotorräder. Wegen der Dichtungsproblematik nach längeren Standzeiten sind sie kaum geeignet.
Yamaha: Drehzahlgrenzen hängen ab von der Bohrung des Motors, dem Nockenprofil, der Lebensdauer des Motors, die man anstrebt, und so weiter. Wir können über die Drehzahlgrenze der Ventilfedertechnik nicht nur in einem Wort sprechen. Was den Motor der neuen R6 betrifft, so ist er trotz hoher Drehzahlen auf eine normale Lebensdauer aus-
gelegt, die Drehzahlgrenze dieses Motors liegt also ziemlich nahe am physikalischen Limit von Großserienmotorrädern. Wenn wir die Kosten, das Gewicht und den Platzbedarf für die Pneumatik betrachten, haben konventionelle Ventilfedern noch immer große Vorteile.

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