Münch 4 TTS-E 1200

Als Honda mit CB 750 und Kawasaki mit Z1 den Motorradmarkt aufrollten, blieb Friedel Münch gelassen. »Die Japaner bauten Großserie und ich individuelle Einzelstücke. Deshalb haben sie mich nicht weiter irritiert.« Seit Mitte der 60er Jahre konstruierte und fabrizierte der Hesse die stärksten Straßenmotorräder der Welt, angetrieben vom Motor eines anderen Charakterdarstellers, des NSU TT. Der brachte 88 PS, doch als die Z1 mit ihren 82 PS kam, legte Münch 1972 nach, um seinen Vorsprung auszuweiten. Mit modernster Technik, der ersten Einspritzpumpe im Motorradbau und, für damalige Verhältnisse, fantastischen 100 PS. Die machten die 300 Kilogramm schwere Fuhre immerhin 220 km/h schnell (Fahrbericht in MOTORRAD CLASSIC 5/2006).
So eine 4 TTS-E 1200 konnte man nicht im Laden kaufen, die musste man, wie Herr Tanaka, im Werk direkt bestellen und auch umgehend bezahlen, je nach Sonderwünschen waren das bis zu 20000 Mark. Nach vier bis sechs Wochen konnte die Maschine dann abholt werden. Insgesamt wurden um die 130 Einspritzmodelle gebaut.

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