MuZ (Archivversion) Neuer Investor?

Nachdem am Jahresende 1994 der koreanische Konzern Samsung als Investor bei der Motorrad und Zweiradwerk GmbH in Hohndorf bei Zschopau gehandelt wurde, ließ die MuZ-Geschäftsführung Mitte Januar verlautbaren, nunmehr eine malaysische Firma gefunden zu haben, die eine Mehrheitsbeteiligung eingehen wolle. Petr-Karel Korous, Mitgesellschafter und Geschäftsführer vom MuZ, sprach gegenüber dem Mitteldeutschen Rundfunk von einer zweistelligen Investitionssumme. Der sächsische Motorradbauer steckt seit längerem in finanziellen Schwierigkeiten, nicht zuletzt wegen des schleppenden Verkaufs in den letzten beiden Jahren. Wie die Freie Presse in Chemnitz berichtete, handele es sich bei dem neuerlichen Investor um den Mischkonzern Hong Leong Industries Berhad mit Sitz in Kuala Lumpur. Der Konzern produziert hauptsächlich in den Bereichen Stahl, Papier, Keramik, Bauzubehör und Halbleitertechnik. Für Yamaha stellen die Malaysier Motorräder von 80 bis 535 cm³ Hubraum her. Größenordnung: 120 000 Stück 1994. Ob die Hong Leon Industries im Falle einer Beteiligung weiter Motorräder am Standort Hohndorf bauen wollen, war bis zum heutigen Zeitpunkt nicht in Erfahrung zu bringen. Insider gehen jedoch davon aus, daß eine Beteiligung nur zustande kommt, wenn Bund und Land Sachsen ihre Bürgschaften in Höhe von mindestens 40 Millionen Mark einlösen und somit MuZ entschulden.

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