MuZ Skorpion (GK) (Archivversion)

Skorpion-Fahrer der ersten Generation kann nichts mehr erschüttern. Aber mit kontinuierlicher Verbesserung der Fertigung ab 1995 wurden die MuZ-Maschinen solider.

Neukauf meiner Skorpion Tour 1994. Die einzige größere Reparatur: Ein defektes Getrieberad sorgte bei zirka 40000 Kilometern für einen immer wieder herausspringenden fünften Gang. Die Reparatur erfolgte auf Kulanz. Bei 54000 Kilometern benötigte die Gabel neue Dichtringe. Bei 61000 Kilometern war ein neuer Drehzahlmesser fällig. Ziemlich erschreckend war zunächst der Verschleiß an Kettenkits, die nur 8000 Kilometer hielten. Erst die Umrüstung auf einen Kit mit Alu-Kettenrad der Firma Wieres in Bonn zeitigte Erfreuliches. Die garantierten 20000 Kilometer habe ich schon erreicht und die Kette erst einmal nachspannen müssen. Es ist allerdings zu empfehlen, das Originalritzel zu verwenden, weil es mit einer speziellen Beschichtung ruhiger läuft.Wolfgang Schmidt, KönigswinterIm Januar 1995 habe ich eine Tour gekauft und war überrascht, daß sich das Gerät sportlicher bewegen ließ, als ich vermutet hatte. Nachdem ich die Vorspannhülsen der in der ersten Serie doch sehr harten Gabel gekürzt habe, läßt es sich komfortabler über kurvige Straßen jagen. Empfehlenswert ist es auch für frühe Skorpione, Schalthebel und Seitenständer der späteren Baujahre zu montieren, da die Verarbeitung ersterer an Heimwerker-Versuche erinnerte. Mit der durchaus gelungenen und sehr vielseitigen Skorpion bin ich nach mehr als 20000 Kilometern mehr als zufrieden, mit dem Service ab Werk und der Ersatzteilversorgung leider nicht. Ich finde es toll, was für eine Maschine die MuZler aus dem Nichts gezaubert haben. Aber gute Motorräder bauen alleine reicht nicht.Bernhard Jansen, Mönchengladbach Kilometerstand meiner MuZ Skorpion-Traveller: 51600. Schäden wie brechende Seitenverkleidungsteile, undichte Simmerringe an der Telegabel, schlappe Batterien und andere Mängel konnten mir den Spaß an dem konzeptionell sehr guten Motorrad nicht nehmen. Ärgerlicher war die oft zu Zwischnestopps zwingende anfällige Elektrik. Defekte am vorderen und hinteren Bremszylinder kamen dazu. Alle in der Garantiezeit aufgetretenen Mängel, deren Häufigkeit zum Teil daraus resultiert, daß es sich um eine der ersten, aus einem Tour-Modell umgebaute Traveller handelt, wurden immer schnell und mit viel Einsatz von meinem Händler behoben.Thomas Dietrich, Berlin Die Skorpion-Sport habe ich Ende 1994 neu gekauft. Inzwischen hat sie 28000 Kilometer und einige Nürburgring-Nordschleifen-Runden hinter sich. Der größte Defekt war bis jetzt eine kaputte Zündbox, deren Ersatz schlappe 900 Mark gekostet hat. Einige Kinderkrankheiten: Gammel an Schrauben und Anbauteilen, sich verabschiedende Kunststoffbeschichtung an Hinterradschwinge und Bremssattelhalter. Auch der kostspielige DE-Scheinwerfer war schnell kaputt. Der einzelne Aprilia-Rundscheinwerfer bietet mehr Streulicht, kostet mit zirka 250 Mark nur rund ein Drittel des irreparabel Originals. Einbau eines Dyno-Jet-Kits mit K&N-Filter, Entfernung des Ansaugschnorchels, Bearbeitung des Zylinderkopfs für mehr Kompression. Mit dem Anheben des Drehzahlbegrenzers auf 8000/min und einer Verkürzung der Übersetzung läuft meine Sport jetzt so, wie sie es schon ab Werk hätte tun sollen.Matthias Müller, Castrop-Rauxel

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