MV Agusta F4 1000 S (Top-Test) (Archivversion) Teil 32: Getriebeabstufung

Bei den ersten Motorrädern hatte der Fahrer keine Wahl, ein Schaltgetriebe gab es damals noch nicht. Heute verfügen moderne Motorräder über fünf oder sechs Gänge, um den Motor im optimalen Drehzahlbereich halten zu können. Wie viele Gänge ein Motorrad braucht und wie die abgestuft sein sollten, lässt sich nicht allgemein beantworten. Wie so oft kommt es auf die gelungene Abstimmung an. Die ist bei einem drehmomentstarken Cruiser sicherlich unkritischer als bei einem hubraumschwächeren Sportler mit schmalem Drehzahlband und hoher Endgeschwindigkeit. Bei dem gerät oft schon das Anfahren wegen eines langen ersten Gangs zum Balanceakt zwischen Abwürgen und rutschender Kupplung. Im Fahrbetrieb sind die Anschlüsse wichtig, die Motordrehzahl sollte bei jedem Schaltvorgang nicht zu weit absacken. Im Gegensatz zur 750er-MV, deren erster Gang für den Straßeneinsatz recht lang geriet, überspielt die 1000er die rennmäßige Getriebeabstufung mit ihrem kraftvollem Drehmoment. Daher gibt es in diesem Kriterium acht von zehn möglichen Punkten.

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