MV Agusta F4 1000 Senna (V) (Archivversion) Ducati-Designer Pierre <br /><br /> Terblanche, 48, über die <br /><br /> neue Hypermotard.

Sie wurden für das Design der 999 und der Multistrada von den Ducati-Fans viel gescholten, die neue Hypermotard wird in den Himmel gelobt.
Wie erklären Sie sich das?
Offenbar ist die Zeit jetzt reif für ein solches Motorrad. Die 999 und die Multistrada brachten wohl zu viele Veränderungen auf einmal. Die Hypermotard ist kompakter und leichter als die Multistrada und bietet ein paar hübsche optische Lösungen, aber echte Neuerungen bringt sie im Grunde nicht mit.
Wann entstand die Hypermotard?
Die ersten Entwürfe gab es schon 1998, denn als wir die Ducati Multistrada
entwickelten, haben wir natürlich auch an
eine extremere Variante gedacht. Endgültig angegangen bin ich das Projekt dann im letzten Herbst.
Wäre es im Rückblick nicht besser gewesen, statt der Multistrada gleich die Hypermotard zu bringen?
Hinterher sind wir alle schlauer. Aber ehrlich gesagt, glaube ich nicht, dass die Hypermotard damals viel besser angekommen wäre. Inzwischen hat sich das Motorrad-Design generell geändert, deshalb mögen die Leute sie jetzt.
Manche Ihrer Motorräder wie die Mike Hailwood Evolution oder die Sportclassic-Reihe gefallen auf den ersten Blick, andere überhaupt nicht. Gibt es da Unterschiede in Ihrer Vorgehensweise?
Die so genannten Erfolge habe ich immer mehr oder weniger allein gemacht
und meist in ziemlich kurzer Zeit, nämlich in drei bis vier Monaten. Das gilt auch für die Hypermotard.
Haben Sie aus den unterschiedlichen Erfolgen Ihrer Motorräder Schlüsse gezogen?
Ja klar. Ganz offensichtlich wirken zu viele Fortschritte auf einmal eher verstörend, man muss Schritt für Schritt vorgehen. Sonderlich befriedigend ist das zwar nicht, aber Designer brauchen eben jede Menge Geduld.

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