MZ 1000 S (Archivversion) Man sieht sich

Gesehen und gezeigt wurde sie schon des Öfteren, die MZ 1000 S. Jetzt muss sie fertig entwickelt und produziert werden. MOTORRAD traf eine Testmannschaft aus Zschopau und erkundigte sich nach dem Stand der Dinge.

Beim Vergleich der Aprilia mille R und der Ducati 998 R auf dem Sachsenring (MOTORRAD 11/2002) war auch eine MZ-Delegation vor Ort. Zu gar nicht so geheimen Testfahrten mit einem Prototyp der 1000 S. Die Ducati-Kombi von MZ-Tester und Rennfahrer Rigo Richter war jedenfalls die einzige Tarnmaßnahme. Das Motorrad sah aus, als sei es schon äußerst gründlich erprobt worden, also nicht gerade neu und begehrenswert. Es war an diesem Tag aber als Fahrwerks- und Bremsen-Versuchsträger gut genug, und so drehten die Tester solo und mit Sozius eine Runde nach der anderen. Sogar eine Unzahl verkürzter Runden, die der MZ drei herbe Bremsmanöver in schneller Folge abverlangten. Mit gutem Erfolg: Die Bremsen hielten souverän, es gab kein hektisches Gefummel an den Federelementen, und nebenbei lief auch der Motor den ganzen Tag über problemlos. Parallel zu den Bremsentests, aber nicht am Sachsenring, liefen und laufen noch immer mit Hochdruck die Motor-Abstimmungsfahrten für die Homologation. Die absolviert ein Motorrad mit einem gegenüber dem Sachsenring-Bike stark modifizierten Zylinderkopf. Er soll für mehr Leistung sorgen und zudem die Zuverlässigkeit verbessern. Die Modifikationen sind immerhin so tiefgreifend, dass für das neue Teil gleich neue Gussformen benötigt wurden, deren Anfertigung zu beträchtlichen Verzögerungen des Projekts 1000 S führte.Trotzdem will MZ, laut Aussage von Vertriebs- und Marketing-Leiter Carl Schmidt, zur Münchner Messe Intermot in der zweiten Septemberwoche serienfertige Motorräder präsentieren. Und noch im Jahr 2002 die ersten Maschinen an die Händler ausliefern. Tja dann. Man sieht sich. Es wäre langsam an der Zeit.

Artikel teilen

Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote