Entscheidung gefallen MZ: Banken lehnen weitere Finanzierung ab

+++ UPDATE +++ Banken lehnen Geschäftsplan der MZ-Besitzer ab, weitere Motorrad-Produktion am Standort Zschopau ist damit unwahrscheinlich.

In einer Pressemitteilung informierten die neuen MZ-Besitzer heute am 10. März 2010, dass die Banken eine weitere Investition in die Motorradproduktion im MZ-Werk in Zschopau abgelehnt haben. Martin Wimmer, Ralf Waldmann, Martina Häger und Peter Ertel haben zwar nach eigenen Angaben viel Zuspruch von lokalen Banken und aus der Politik erhalten. Basierend auf einer Empfehlung von Wirtschaftsprüfern hat eine Bankengruppe, die die weitere Investition in den Motorradbau in Zschopau geprüft hatte, die Finanzierung jetzt jedoch endgültig abgelehnt.

Obwohl die Banken den Geschäftsplan abgelehnt haben, wollen die Besitzer von MZ nicht aufgeben: "Wir müssen eben alternative Wege gehen und werden unsere bewährten Produkte, den Elektroroller Charly, die elektrisch angetriebenen Motorroller der Emmely-Baureihe sowie das patentierte Mountainbike, weiter am Standort produzieren. Auch die Entwicklung der Moto2-Rennmaschine wird weiter vorangetrieben", heißt es in der Mitteilung. Die Fortführung der Motorradproduktion in Zschopau scheint damit für Wimmer und Co. aber erledigt zu sein. +++ Update Ende +++

 

(04.02.2010) Anders als erhofft, hat ein Treffen der MZ-Eigentümer mit Vertretern von Banken und der Sächsischen Landesregierung am Mittwoch in Dresden immer noch kein Ergebnis gebracht, ob dem Unternehmen der dringend benötigte Kredit zur Wiederaufnahme der 125er-Produktion bewilligt wird oder nicht.

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Foto: MZ
Laut MZ-Eigentümer Martin Wimmer wurde die Entscheidung "vertagt bis Ende Februar, spätestens Anfang März". Allerdings sei, so Wimmer zu MOTORRAD, allen Beteiligten klar, dass man es später auch ganz bleiben lassen könne, denn MZ läuft aus einem ganz simplen Grund die Zeit davon: Um 2010 noch 125er zu verkaufen, müssten erst welche gebaut werden. Das geht nur mit den notwendigen Komponenten, die zugekauft werden müssen. Und dafür braucht MZ Geld.

 

Als Grund für die erneute Verzögerung nannte Wimmer, dass die Banken die vorgelegten Zahlen nochmals prüfen wollten. Auch eine seitens der Sächsischen Landesregierung in Aussicht gestellte Bürgschaft hänge von der Bankenentscheidung ab, sagte Wimmer. "Da beißt sich die Katze in den Schwanz", denn mit sicherer Bürgschaft wäre die Kreditzusage wohl kein Problem.

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