Nachgehakt: Leistungsmessung an BMW R 1100 GS (Archivversion)

Gut im Futter / Mehr Ladung / Verzogen

Das Ritual wiederholt sich in schöner Regelmäßigkeit: Hat ein Testmotorrad zu viel oder zu wenig Leistung, zweifeln die Hersteller erst einmal die Ergebnisse des von MOTORRAD verwendeten Bosch-Rollenprüfstands FLA 203 an. So geschehen auch bei den neuen Boxermodellen von BMW. Im Vergleich zu den Herstellerangaben hatten sämtliche von MOTORRAD gemessenen R 1100 GS mit einem deutlichen Leistungsplus geglänzt. Anstatt der angegebenen 80 PS streuten die Groß-Enduros bis zu zehn Prozent nach oben und liegen damit fast auf dem Niveau der R 1100 RS, die ihre Leistungsangabe von 90 PS in der Regel nur unwesentlich überschreitet. Um zu ergründen, ob sich die Leistungsbereitschaft der GS-Modelle vor allem auf die Testmotorräder konzentriert oder ob auch der Kunde davon profitiert, stellte MOTORRAD fünf Lesermotorräder auf den Prüfstand. Die bestätigten dann das Potential der Testmotorräder. Vier Motorräder leisteten 87 bis 89 PS, ein Motorrad streute mit 85 PS nach unten, lag aber immer noch deutlich über dem Nominalwert.Auch die BMW R 1100 RT-Modelle tanzen leistungsmäßig aus der Reihe. Trotz gleichem Triebwerk wie die R 1100 RS hat der Tourer stets fünf bis acht PS mehr Leistung zu bieten. Vermutungen von Seiten der BMW-Entwicklung, die Hinterachsübersetzungen der verschiedenen Modelle hätten Einfluß auf die Meßergebnisse, konnte MOTORRAD klar widerlegen. Ein Tausch der Hinterachsgetriebe zwischen den Modellen R 1100 GS, RS und RT mit anschließender Leistungsmessung brachte keine gravierenden Änderungen. Wo die Unterschiede letztendlich herkommen, versucht MOTORRAD noch zu klären.
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Triumph-Modelle (Archivversion) - Mehr Ladung

Triumph hat sich die Kritik, die MOTORRAD im ersten Test der neuen Trophy 1200 in Heft 3/1996 äußerte, nämlich ein großes Tourenmotorrad mit gerade mal 165 Kilgramm Zuladung auszuliefern, schnell zu Herzen genommen. Da die Homologation für beide Trophy-Modelle, die 900er als auch die 1200er, noch nicht ganz abgeschlossen war, konnte das zulässige Gesamtgewicht ohne große Schwierigkeiten angehoben werden. Allerdings in zwei Schritten. Für alle Trophy-Modelle, die bis Produktionsmonat Februar 1996 noch ohne Katalysator ausgeliefert wurden, ist das zulässige Gesamtgewicht auf 475 Kilogramm erhöht worden. Damit kann die dreizylindrige Trophy 900 nun 211 Kilogramm zuladen, die schwerere vierzylindrige 1200er immerhin noch 192 Kilogramm. Alle Trophy-Modelle, die ab Februar 1996 serienmäßig mit ungeregeltem Katalysator ausgerüstet werden, können sogar ein zulässiges Gesamtgewicht von 500 Kilogramm für sich verbuchen, also weitere 25 Kilogramm zuladen.

Hepco & Becker (Archivversion) - Verzogen

Beim Anbau diverser Trägersysteme an eine Honda CB 500 stellte MOTORRAD fest, daß manche Rohrgestelle teilweise so ungenau gefertigt waren, daß diese nur durch Verspannen und Verbiegen montiert werden konnten. Diese durchaus harte Kritik betraf unter anderem auch Hepco & Becker, die von diesem Qualitätsmangel zunächst gar nichts wissen wollten. Deshalb besorgte sich die Redaktion noch weitere Trägersysteme mit der gleichen Bestellnummer im freien Handel. Das Resultat: Wieder waren die Befestigungspunkte verzogen, Bohrungen teilweise sehr paßungenau.Jetzt hat Hepco & Becker reagiert und am Träger für die CB 500 Detailveränderungen vorgenommen, die diese Mängel ausschließen sollen. Die linke Befestigungsstrebe des Kofferträgers wird nicht mehr direkt mit der Soziusfußrastenhalterung verschraubt. Es wird zunächst eine Kontermutter montiert und auf das überstehende Gewinde die Befestigungsstrebe aufgeschraubt. Außerdem erfolgt die vordere Befestigung der Gepäckbrücke an separaten Laschen der Kofferträger.

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